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/ Rügen erleben & MEHR WISSEN nicht nur über Rügen / © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)
Hyperlink: Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses am 17. April 2017 ab 10 Uhr im Stadthafen Sassnitz auf Rügen

Friedensbewegung: News, Artikel, Informationen und Geschichte

Osterspaziergang am Ostermontag 2017 in Sassnitz auf der Insel Rügen

Mit dieser Veranstaltung für Dialog statt Gewalt und für Frieden statt Krieg beteiligt
sich die Rügener Friedensbewegung an den Ostermärschen in Deutschland.

Tauben auf der Insel Rügen bei ihrem Flug von Sassnitz nach Gingst, gestartet beim Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses als Symbol der Friedenshoffnung

Sassnitz auf Rügen (ur). Es ist zur Tradition bei den Osterspaziergängen des Rügener Friedensbündnisses geworden, dass sich am Ende der Veranstaltung Tauben als Symbol der Friedenshoffnung in den Himmel erheben. Sie fliegen dann von Sassnitz nach Gingst, denn dort sind sie beim Taubenzüchter Holger Westphal als weiße Brieftauben beheimatet. Auch im Jahr 2017 soll dieser schöne Brauch fortgesetzt werden. Da der Ort des Aufenthaltes zu Ostern bei vielen Menschen zur langfristigen Planung gehört, lädt das Rügener Friedensbündnis schon jetzt alle Friedensfreunde zum

nächsten Osterspaziergang ein. Er findet am Ostermontag statt, also am 17.April 2017. Treff ist erneut um 10 Uhr am Molenfußgebäude im Stadthafen von Sassnitz. Mit ihren jährlichen Osterspaziergängen setzt sich die Rügener Friedensbewegung für Dialog statt Gewalt und Frieden statt Krieg ein. Sie fordert die Bundesregierung auf, ganz in diesem Sinne zu handeln und wendet sich insbesondere gegen Kriegseinsätze der Bundeswehr und deutsche Rüstungsexporte. Deutschland muss die Rolle des Friedensvermittlers in der Welt spielen und darf nichts tun, was Konfrontation und Kriege sowie deren Ausdehnung begünstigt. Das Rügener Friedensbündnis würde sich freuen, wenn möglichst viele Rüganer und Gäste der Insel zur Bekundung ihrer Friedenshaltung am Osterspaziergang teilnehmen.

Geschichte: Ostermontag 2016 auf der Insel Rügen.

Friedlicher und bunter Osterspaziergang in Sassnitz für weltweiten Frieden

Editorial (ur). Nach dem Osterspaziergang übermittelte das Rügener Friedensbündnis eine Mitteilung an die Medien. Sie folgt jetzt, erweitert mit Zitaten, Fotos u.ä.m.. Dabei habe ich die Formulierungen "Wir" und "uns" des Friedensbündnisses nicht verändert, denn ich gehöre zu ihm. Aus den uns schriftlich vorliegenden Reden bzw. Grußbotschaften wird nachfolgend zitiert und dann zum vollständigen Wortlaut des Beitrages verlinkt.

Teilnehmer am Osterspaziergang des Rügener Friedensbüdnisses im Jahr 2016

Ostermarschbewegung auf Rügen legt zu

Sassnitz. Dem Aufruf des Rügener Friedensbündnisses zum Osterspaziergang am 28. März 2016 sind mit 150 Teilnehmern in diesem Jahr deutlich mehr Menschen gefolgt als in den Vorjahren. Aber angesichts der weltweit zunehmenden Zahl von Konflikten, Aufrüstung und daraus resultierenden Fluchtbewegungen dürfen und müssen es nach dem Willen der Veranstalter künftig noch mehr Menschen werden, die das Thema „Dialog statt Gewalt“ nicht kalt lässt.

Nicht zu übersehen war die erfreuliche Breite der Teilnehmerschaft, die sich auch bei den Rednern und Grußworten widerspiegelte.

Am Beginn der Veranstaltung wurde eine Grußbotschaft von Ernst-Ludwig Iskenius, Mitglied der internationalen Ärzte zur Verhinderung eines Atomkrieges Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) verlesen. Darin heißt es u.a.:

...ich grüße Sie ganz herzlich zu Ihrem Ostermarsch auf Ihrer wunderschönen Insel, eine Tradition, die seit den 50igere Jahren schon besteht. Ihre Anfänge reichen zu den Protesten gegen die atomare Aufrüstung und Wiederbewaffnung Deutschlands zurück. • Bedrohen uns heute noch Atomwaffen? • Atomwaffen, gibt es die noch auf deutschen Boden? • Ist Deutschland an Atomwaffen überhaupt beteiligt?• Steht eine weitere atomare Aufrüstungswelle uns bevor?...

Die Beantwortung dieser Fragen und die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen sind mit diesem Link zum vollständigen Text der Grußbotschaft von Ernst-Ludwig Iskenius zu finden. Nach dem Verlesen der Grußbotschaft durch das Rügener Friedensbündnis sagte Gabriele Thiele, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Sassnitz:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Weltfriede – der Idealzustand eines weltweiten Friedens, Gerechtigkeit und Glück für alle Menschen unserer Erde, das Ende aller Feindseligkeiten. Im Grunde genommen das Einfachste der Welt und dann doch so schwer.
Für Pessimisten ist der Weltfriede unerreichbar – eine Utopie.
Mit einem Blick auf die Zahlen der aktuellen Konflikte und mit Ihnen der Krieg als extremste Form des Konflikts, fällt es oftmals schwer, sich nicht auch der Gruppe der „Utopisten“ zurechnen zu müssen.
Mehrere Hundert Konflikte und etwa 20 Kriege treiben Menschen in unseren Tagen auf die Flucht, lassen Städte und Landstriche zerstören und lassen Trauer um den Verlust von Angehörigen und Elend zurück.

Uns, den Sichergeglaubten in Europa, wurde durch den Krieg in der Ukraine bewusst, dass er vor unserer Haustür plötzlich ausbrechen kann. Dass der Krieg näher ist, als wir es vielleicht wahrhaben wollen. Der Bürgerkrieg in Syrien lässt Tausende Menschen nach Europa flüchten, die hier in Hoffnung auf ein Leben in Frieden, Perspektive und Zukunft suchen.

Und allzuschnell vergessen wir dabei unsere eigene Geschichte. Wir hören die Mahnungen der Zeitzeugen und versprechen, es nie wieder zu solch einem Gräuel kommen zu lassen. Doch hören wir auch Tag für Tag, dass sich wieder Menschen bekämpfen, dass wieder einmal Leid über Familien, insbesondere über Kinder gebracht wird. Wiederholt stellen wir uns berechtigt die Frage: Warum wird die Menschheit aus den Taten ihrer Vergangenheit nicht schlau?

Der heutige Tag dient dazu, uns vor kriegerischem Handeln und den Konsequenzen zu mahnen. Lassen Sie uns gemeinsam an die große Bedeutung des Lebens erinnern und an diejenigen appellieren, die wieder und wieder unsere Welt mit Kriegen überziehen und Menschen ins Elend stürzen.
Anlässlich des Treffens der Sassnitzer Partnerstädte im Oktober des letzten Jahres unterzeichneten alle Partnerstädte am 2. Oktober eine gemeinsame Erklärung mit der Absicht, eine friedliche und freundschaftliche Zukunft für unsere Städte in einer verständnisvollen und lebensvollen Atmosphäre zu gestalten. Der ehemalige Sassnitzer Bürgermeister Dieter Holtz unterzeichnete seiner Zeit diese Erklärung für unsere Stadt...

Im Reigen der Redner folgte der stellvertretenden Sassnitzer Bürgermeisterin die SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen. Sie erklärte u.a., dass sie entgegen der Fraktionsmehrheit gegen den Syrieneinsatz der Bundeswehr gestimmt hat. (Link zur Internetseite von Sonja Steffen).

Nach der Rede der Bundestagsabgeordneten waren Grußworte von Jochen Kwast, Bündnis 90/Die Grünen zu hören. Zitiert seien an dieser Stelle nur die folgenden Worte:

Ich habe nach rund sechs Monaten bei der Betreuung von Asylbewerbern hier in Sassnitz vor allem zwei Dinge hervorzuheben: Die Aufnahme von Menschen auf der Flucht ist eine – auch christliche – Grundbedingung der Mitmenschlichkeit und hier in Sassnitz gibt es eine Kultur des Miteinanders...Das Asylrecht darf nicht beschädigt werden. (Link zum vollständigen Text der Grußbotschaft von Jochen Kwast)

Als jüngster Redner in der Runde sprach der FDP-Kreisvorsitzende Sven Heise, Jahrgang 1990, über die Bedeutung diplomatischer Konfliktlösungen und erinnerte an den ehemaligen deutschen Außenminister Guido Westerwelle, der im Libyen-Konflikt den Mut hatte, friedlicher Konfliktlösung statt Waffengewalt das Wort zu reden. Sven Heises Rede mündete in die Worte: Ich bin politisch aktiv, weil ich mich u.a. für unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung, für unsere Toleranz und gelebte Meinungsfreiheit einsetzen möchte. Daher freut es mich, dass ich heute in dieser Runde sprechen darf. Lassen Sie uns für ein friedvolles Europa und für eine friedvollere Welt ein Zeichen setzen. Den vollständigen Wortlaut findet man mit diesem Link: Rede von Sven Heise.

Dem jüngsten Redner der Friedensveranstaltung folgte eine Grußbotschaft der Publizistin Peggy Parnass, die im Unterschied zu Sven Heise schon das Elend des 2. Weltkrieges erlebte und zur Ostermarschbewegung betonte:

Ich war von Anfang an dabei. Damals als der Ostermarsch 3 Tage und Nächte ging. Über Kuhdörfer und an Hinterhäusern vorbei. Andere Routen waren uns nicht erlaubt. Wir sollten weder gesehen noch gehört werden. NDR und Tagespresse sollten nicht berichten, unser Friedens-kampf sollte nicht publik werden. Wir waren Viele und waren guter Dinge. Wir wollten keine Soldaten, wollten keine Bundeswehr.

Sogenannte Feministinnen kämpften auch, auf ihre Art. Sie wollten dringend, dass Frauen auch in der Bundeswehr kämpfen. Ich meinerseits kämpfte vehement dagegen an.... (Vollständiger Text, Link: Peggy Parnass)

Als letzter Redner am Molenfussbebäude des Sassnitzer Stadthafens sprach Pfarrer Peter Nieber. Er warb dafür, dass man die Worte „Friede sei mit Dir“ sehr gut als Begrüßungsformel verwenden könne und damit jeder eine wichtige Botschaft in die Welt tragen kann.

Nach den Reden und dem Verlesen der Grußbotschaften am Molenfußgebäude des
Sassnitzer Stadthafens begann der Spaziergang hinaus auf die Mole des Sassnitzer Stadthafens

Teilnehmer am Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses auf der Mole des Stadthafens Sassnitz

Dritte von links: Kerstin Kassner, Bundestagsabgeordnete der Partei "DIE LINKE". Am Ziel angekommen oblag ihr die Aufgabe, Tauben als Friedenssymbol in den blauen Himmel aufsteigen zu lassen. Sie hob ihre Freude hervor, dass Vertreter aus bereits vier Generationen in der Ostermarschbewegung unterwegs sind:

Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses 2016: Kurz vor dem Start der Friedenstauben auf der Sassnitzer Mole

Wir als Organisatoren haben uns sehr darüber gefreut, dass sich Asylbewerber unserer Insel dem Osterspaziergang angeschlossen haben. Bereits im Vorfeld gab es eine Bastelrunde mit ihnen. Damit konnte allen Teilnehmern an der Friedensveranstaltung ein „Herz statt Hetze“-Symbol und eine Frühlingsblüte überreicht werden.

Friedenstauben auf der Mole des Sassnitzer Stadthafens beim Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses 2016

Auch der Osterhase hat uns wieder die Treue gehalten und
lief mit „Der Hase im Rausch“ so richtig zur Hochform auf.

Osterhase auf der Mole des Sassnitzer Stadthafens Teilnehmer am Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses im Jahr 2016

Das Organisatorenteam des Osterspazierganges freut sich sehr über die rege Teilnahme, aber noch viel
mehr wünschen wir uns, dass die Politik darauf hört, was das Volk sich am meisten wünscht:
Kein Krieg, keine Waffenexporte – ein Leben in Sicherheit für jedermann und jede Frau.
Für die Planung 2017: Osterspaziergang am Ostermontag, 17. April 2017.

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in Deutschland:

Es gibt die Möglichkeit,
bundesweite Termine
der Friedensbewegung
in einer Datenbank zu
finden und hier auch
eigene Termine einzutragen. Hier der
Link: Termine der
Friedensveranstaltungen
in Deutschland


Rügen: Teilnehmer am
Osterspaziergang der
Friedensbewegung
am Ostermontag 2016

Teilenehmer am Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses mit Friedenstaube

Osterspaziergang
2016 in Sassnitz:
Redner am Beginn der
Friedensveranstaltung

Gabriele Thiele, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Sassnitz, während ihrer Rede beim Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses im Jahr 2016

Gabrielle Thiele,
Stellv. Bürgermeisterin
der Stadt Sassnitz

Sonja Steffen, Bundestagsabgeordnete der SPD während ihrer Rede beim Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses in Sassnitz auf Rügen im Jahr 2016

Sonja Steffen, SPD,
Abgeordnete des
Deutschen Bundestages

Sven Heise, Kreisvorsitzender, FDP Kreisverband Rügen. Rede während des Osterspazierganges des Rügener Friedensbündnisses im Jahr 2016 in  Sassnitz auf Rügen

Sven Heise,
Kreisvorsitzender
FDP Kreisverband Rügen

Der Sassnitzer Pastor Peter Nieber während seiner Rede beim Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses im Jahr 2016

Der Sassnitzer
Pfarrer Peter Nieber

Friedensbewegung
in Deutschland

Überregionale
Organisationen und
Friedensinitiativen

Bundesausschuss Friedensratschlag
"Bundesweiter
Friedensratschlag
Für eine neue Entspannungspolitik,
nein zur Vorbereitung
auf den Krieg!"

DFG-VK
Deutsche Friedensgesellschaft
- Vereinigte Kriegs-
dienstgegnerInnen;
1974 u.a. aus der 1892
entstandenen Deutschen
Friedensgesellschaft
hervorgegangen

A-Z der Orte bzw.
Regionen in
Deutschland mit
Friedensinitiativen,
die mittels Link
erreichbar sind

Aachen
Euregioprojekt
Frieden e. V.

Baden-Württemberg
Friedensnetz
Baden-Württemberg

Berlin
FRIKO =
Friedenskoordination
Berlin (seit 1980)

Bielefeld:
Bielefelder
Friedensinitiative

Bremen
Bremer Friedensforum
(gegründet 1983)

Essen
Essener Friedensforum

Hamburg
Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V.

Kiel,
Kieler Friedensforum
(Anfang 1990er Jahre
aus Friedensinitiativen in
Stadtteilen entstanden)

Krefeld
Krefelder
Friedensbündnis

Leipzig
Leipzig gegen Krieg;
Links zu Leipziger
Anti-Kriegs-Gruppen

Mainz
DFG-VK Mainz

München
Münchener
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Münster
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Rheinland
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Rostock
Rostocker
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Weitere Infos: :
Friedensbewegung
auf Rügen

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