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/ Rügen erleben & MEHR WISSEN nicht nur über Rügen / © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)

Kunstausstellungen in Deutschland: Ausstellungen in der Galerie Möller in Warnemünde.

11. November 2010 bis zum 14. Dezember 2010:

Uwe Müller-Fabian (Malerie/Grafik) und Monika Oly (Schmuckgestaltung)

Öffnungszeiten und weitere Infos: Telefon: (0381) 52436 oder http://www.galerie-moeller.de/kontakt.htm

Ausstellung / Rückblick: CHRISTIAN LANG Malerei und Grafik CORNELIA VÖLKER Schmuck

22. Januar 2010 Warnemünde an der Ostsee (ur). Gestern Abend wurde in der Galerie Möller eine neue Ausstellung mit Malerei und Grafik von Christian Lang und Schmuck von Cornelia Völker eröffnet. Während der Ausstellungseröffnung spielte Nico Miquea lateinamerikanische Musik auf der Gitarre, siehe Foto nebenan. Rechts von Nico Miquea: Cornelia Völker, Galeristin Ulrike-Sabine Möller und Christian Lang. Die sehr empfehlenswerte Verkaufsausstellung ist noch bis zum 2. März 2010 zu sehen und die Galerie ist in Warnemünde leicht zu finden. Man geht einfach auf der Promenade am "Alten Strom" spazieren. Dort befindet sich die Galerie Möller "Am Strom" 68). Geöffnet ist von Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Galerie Möller Ausstellungseröffnung am 21. Januar 2010 mit Malerei und Grafik von Christian Lang und Schmuck von Cornelia Völker

Kunstwissenschaftlerin und Galeristin Ulrike-Sabine Möller charakterisierte die ausstellenden Künster und die Eigenart ihrer Kunst u.a. mit den folgenden Worten:

Der Chemnitzer Grafiker und Maler Christian Lang gehört zu dem ausgewählten Kreis der Künstler, die die Galerie Möller in regelmäßigen Abständen mit neuesten Arbeiten zeigt. Er war mit seinen Werken bei allen thematischen Ausstellungen vertreten und diese Exposition ist bereits seine vierte eigene Ausstellung in unserer Galerie. Folgedessen sind besonders seine Grafiken in vielen norddeutschen Privatsammlungen aber auch in öffentlichen, wie der Kunsthalle Rostock, oder dem Restaurant „Cezann“ in der Warnemünder Mühlenstraße zu finden.

Dieser Erfolg ist beharrlich erarbeitet. Christian Lang ist 1953 in Chemnitz geboren. Zunächst war er nach einer Lehre als Werkzeugmacher in diesem Beruf tätig. Bereits in diesen Jahren hat er sich autodidaktisch mit Malerei und Grafik beschäftigt. 1984 durch die Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler, die gleichzeitig eine Anerkennung durch die Kollegen bedeutete, baute er sich eine eigene Druckwerkstatt auf. Er rekonstruierte alte, heute nicht mehr praktizierte Drucktechniken, wie das Mezzotinto, baute seine Werkzeuge dafür selbst, vereinte sie z.B. mit Kaltnadelradierungen und Frottagen zu einem unverwechselbaren grafischem Stil, voller ungeahnter Ausdrucksmöglichkeiten mit dem er in seiner stillen Art auf das Bedenken unserer Lebensräume aufmerksam macht. Es gibt in Deutschland kaum einen Künstler, der ein grafisches Werk vorweisen kann, mit einem Raum imaginierenden Landschaftsbild von fantastisch-sphärischen Weiten, in derart hervorragender druckgrafischer Qualität. Die Bildarchitektur wird in Studien vorbereitet. Das Zeichnerische trägt die Komposition, und die Farbe ist dem untergeordnet, eher koloriert eingesetzt. In der Malerei ist das Verhältnis umgedreht. Die Farbe bestimmt die Komposition und die Linie, also das grafische Element wird benutzt die Oberfläche mit lebendiger Struktur zu gestalten. Letztlich durchdringen und bedingen Grafik und Malerei im Werk Christian Langs einander und im Hintergrund scheint man beim Betrachten immer Musik zu hören. Ohne sie, bevorzugt klassischen Jazz, aber er ist auch offen für Rock-, irische Folkmusik und andere Musikrichtungen, entsteht kein Bild. Seine LEBENSRÄUME, Hauptthema seines künstlerischen Schaffens, regen zum Bedenken des WOHER? und WOHIN? an. Fossile Elemente wie, z. B. der Ammonit, die er auch leidenschaftlich sammelt, ziehen sich durch seine Bildkompositionen, wie andere Zeichen und Symbole, Kreuze, Federn. Ob er Reiseeindrücke aus Australien verarbeitet, oder den bekanntesten deutschsprachigen jüdischen Autor Edgar Hilsenrath illustriert, biblische Themen, wie die Arche Noah in Folgen immer wieder aufgreift, Akte radiert oder malt, sein Radius dreht sich immer um eine Mitte: empfindsam, berührend, aber auch kraftvoll dynamisch – das Menschliche.

Cornelia Völker ist ebenfalls seit vielen Jahren mit ihrem Schmuck in der Galerie vertreten. Es ist ihre dritte Personalausstellung in diesen Räumen. Ihre Handschrift im Schmuck, ihr persönlicher Stil ist in hohem Grade wieder erkennbar. Sie erschafft Schmuckstücke, die weder penibel kleinlich noch künstlerisch aufgesetzt erscheinen. So kommunikativ, wie sie selbst veranlagt ist, sie veranstaltet in ihrer Schmuckschmiede in Berlin 4 x im Jahr Ausstellungen mit Malern und Grafikern, es gibt bei ihr ein Maibowlenfest und ein Punschfest, so ist sie auch in ihrer Schmuckauffassung auf Verbindlichkeit durch ausdrucksstarke Individualität aus.

Cornelia Völker ist 1954 in Witten an der Ruhr geboren und hat in ihrer Ausbildung alle Stationen von der strengen Goldschmiedelehre, Gesellenzeit, dem Besuch der Fachoberschule für Gestaltung bis zum Studium für Industrie-Design an der Hochschule in Wuppertal durchlaufen. Der Schmuck ist ihre Passion geblieben. Der geisttötenden Gefahr der seriellen Produktion ist sie entronnen und entwirft und fertigt selbst nur Unkate.
Typisch für sie ist die Verwendung von Silber und Gold in Kombination mit edlen Steinen in einem Schmuckstück. Und was für Steine ! Der Opal mit seinem geheimnisvollen vielfarbigen Leuchten aus dem Inneren scheint ihr Lieblingsstein zu sein. Sie holt, oder bezieht ihn aus Mexiko und Australien. Alle anderen Steine, Korallen, Karneole, Lapis, Granat, Aquamarin oder Turmaline aus Brasilien bezieht sie als Rohsteine, die ihr Steinschleifer nach ihren Wünschen bearbeitet. Aus den Unikaten der Natur entstehen, mit großer Achtung vor diesen Naturwundern, ihre Unikate, die dem vorgegebenen folgen und die doch am Ende typische Völkerschmuckstücke sind. Bei aller Experimentierfreudigkeit bleibt sie in der Gestaltung materialgerecht. So pendelt sie, oft in einem Stück, zwischen konstruktiven und organischen Elementen, hell und dunkel, Hochglanz und mattiert oder geätzt. Selbst in ihren sehr ungewöhnlichen Doppelringen, die über zwei Finger zu tragen sind und in der Galerie immer besondere Aufmerksamkeit erregen, behält sie den Adressat, die Trägerin im Auge. Ihr Schmuck ist in seiner Qualität eine Quintessenz aus solidem Handwerk, gestalterischer Disziplin und subjektivem Ausdruck.

Im Reigen der Ausstellungen in der Galerie Möller folgt vom 4. März bis 13. April 2010 Malerei und Grafik mit Jost Heyder sowie anschließend vom 15. April bis 25. Mai 2010 Keramik von Antje Halter und Grafik von Helena Bergenrud. Antje Halter ist auf dem Foto nebenan rechts außen zu sehen. Das Bild entstand im Künstlerhaus am Kap Arkona während der Eröffnung der Ausstellung "Geheimnisse meiner Landschaft". Mehr Infos dazu mit diesem Link: Ausstellung mit Keramik von Antje Halter und Malerei von Hanne Petrick Ausstellung mit Keramik von Antje Haltern und Hanne Petrick

Warnemünde frühere News mit Infos zu einer Ausstellung in der Galerie Möller mit diesen Links:

Warnemünde 1.11.2009: Warnemünde am Sonntag: Geöffnete Geschäfte, Fischmarkt und neue
Ausstellung in der Galerie Möller mit Grafik von Inge Jastram sowie Schmuck von "freudame & sodele2

Dort auch Infos zu diesen Bildern am Alten Strom und einer Ausstellungseröffnung in der Galerie Möler:

Steuern Inge Jastram Galerie Möller in Warnemünde Fischmarkt in Warnemünde und Markthalle

Rückblick 2009/2010, Kunst in Warnemünde an der Ostsee, Verkaufsausstellung in der Galerie Möller:
Bis 19. Januar 2010 FRIEDRICH W. FRETWURST Malerei und Grafik sowie BURGfräulein KATRIN
LUDWIG, SUSANNE BAUER, KARIN SEHNERT, MIRA MÖBIUS, ETSUKO MIKI Porzellan.

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