www.ruegen-akademie.de

www.ruegen-akademie.de
/ Rügen erleben & MEHR WISSEN nicht nur über Rügen / © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)

Jagd im Landkreis Rügen: Notzeit für Wild im Sinne des Landesjagdgesetzes
bis 15. Februar festgesetzt. Jagdausübungsberechtigte sind verpflichtet in ihren Jagdbezirken für eine angemessene und artgerechte Fütterung des Wildes zu sorgen.
Ökologischer Jagdverein: "Fütterung von Wild - unnatürlich, unsinnig, kontraproduktiv!"

2. Februar 2010 Mecklenburg-Vorpommern / Rügen (ur). Kontrovers wird gegenwärtig die Fütterung von Wild in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert. Im Landkreis Rügen wurde gestern eine "Notzeit für Wild im Sinne des Landesjagdgesetzes" festgelegt. Das bedeutet, dass die Jagdausübungsberechtigten laut einer Mitteilung des Landratsamtes Rügen "nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet" sind, "in ihren Jagdbezirken für eine angemessene und artgerechte Fütterung des Wildes zu sorgen." Dergleichen Festlegungen sind indes umstritten.
Besonders kritisch äußerte sich dazu heute der Ökologische Jagdverein (ÖJV) Mecklenburg-Vorpommern e.V..

Nachfolgend die ungekürzten Pressemitteilungen zum Thema "Wildfütterung", die gestern vom Landratsamt Rügen und heute vom Ökologischen Jagdverein (ÖJV) Mecklenburg-Vorpommern e.V. an die Medien übermittelt wurden:

"Notzeit für Wild im Landkreis Rügen", Mitteilung des Landratsamtes des Landkreises Rügen:

Der starke Schneefall der vergangenen Tage und die andauernde Frostperiode hat in weiten Teilen des Kreisgebietes zu verstärkter Futternot bei Wildtieren geführt. Nach Abstimmung mit dem Jagdbeirat wurde durch die Landrätin des Landkreises Rügen daher bis zum 15. Februar 2010 eine Notzeit im Sinne des Landesjagdgesetzes festgelegt. Danach sind die Jagdausübungsberechtigten nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet, in ihren Jagdbezirken für eine angemessene und artgerechte Fütterung des Wildes zu sorgen.

"Fütterung von Wild – unnatürlich, unsinnig, kontraproduktiv!", Medieninformation des Ökologischen Jagdverein (ÖJV) Mecklenburg-Vorpommern e.V.:

In diesen Tagen wird in vielen Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns darüber nachgedacht, die so genannte “Notzeit” entsprechend Landesjagdgesetz auszurufen, in vielen Landkreisen ist dies bereits geschehen.
Der Jagdausübungsberechtigte – also der Eigenjagdbesitzer (ab 75 ha Eigentumsfläche) oder der Jagdpächter muss dann für “artgerechtes Futter” sorgen. Dies bedeutet, entweder Futter in den Wald zu bringen oder zumindest vorhandenes Futter wie Wildwiesen erreichbar zu machen.

Der ÖJV Mecklenburg-Vorpommern als Vereinigung fortschrittlicher, am Naturhaushalt orientierter Jäger, Land- und Waldbauern und Naturschützer stellt hierzu fest: Die Fütterung der Schalenwildarten Rotwild, Damwild, Damwild, Schwarzwild und Rehwild, um die es hierbei geht, ist aus vielerlei Gesichtspunkten heraus unsinnig und hat in Mecklenburg-Vorpommern nichts zu suchen!

Die Bestände dieser Tierarten sind generell als stark überhöht zu betrachten. Grundsätzlich sind diese Tiere darauf eingestellt, regelmäßig strenge Winter ohne Hilfe zu überstehen – sie haben dies über Jahrtausende in der wesentlichen nahrungsärmeren Natur- und frühen Kulturlandschaft geschafft. Der Winter – der bei uns selten genug kommt – stellt vielmehr auch ein natürliches Regulativ dar, das dazu beitragen kann, schwache Tiere zu selektieren und die Populationen in erträglichen Grenzen zu halten.

Dem entgegen setzen die Jäger die emotionale Ansprache der Bevölkerung mit dem Bild des besorgten Wildvaters und Nothelfers in bedrohlicher Situation. Interessanterweise richtet sich diese Hilfe nur auf die jagdlich attraktiven Wildarten, deren hohe Populationen man nicht durch Winterverluste gemindert sehen möchte – oder haben Sie schon mal etwas von Winterfütterung von Füchsen, Marderhunden, Krähen oder Wieseln gehört? Diese Tiere haben mit Sicherheit nicht weniger zu “leiden”, jedoch sind sie Konkurrenten des Jägers und werden daher eher nicht den Segnungen der “Hege” unterzogen.

Die Fütterung dient letztlich der Bewahrung hoher Wildbestände zur eigenen jagdlichen Freude – und das auch noch zu Lasten des Waldes. Durch Wildfütterung wird nämlich keinerlei Wildverbiss an Waldbäumen vermieden, im Gegenteil, durch das zusätzliche Futter wird die Stoffwechselaktivität des Wildes, die eigentlich auf Winterruhe eingestellt ist, wieder angeregt, vermehrter und sogar stärkerer Verbiss und Schäle an den Waldbäumen sind die Folge. Das kann also auch nicht als Argument her halten.

Fütterung ist also letztlich jagdlicher Eigennutz ohne jegliche vernünftige wirtschaftliche, tierschutzgerechte oder naturschutzrelevante Begründung. Sie stellt damit eine Geldverschwendung in erheblichem Ausmaß dar.
Die Öffentlichkeit und die Medien sollten sich nicht über –menschliche- Emotionen von den Fakten ablenken lassen – Wild soll Wild bleiben!

Kurse auf der Insel Rügen

westerwelle Malkurse auf Rügen

Kultur und Kunst
auf der Insel Rügen

westerwelle Förderverein
Kap Arkona e.V
.

westerwelle Fotos und Infos:
Jagdhornbläsergruppe
"Windland-Wittow"

westerwelle Kabarett-Regatta
in Putbus jedes Jahr im
Herbst und im Ostseebad
Baabe Kabarett-Theater
in der Urlaubszeit

Für Frieden statt Krieg

Friedensbewegung
auf der Insel Rügen

Bücher über Rügen:

Geschichte:
"Rügen - so wie es war"

Luftbilder: Rügen und Hiddensee aus der Luft

Das ROTE KREUZ und
der ROTE HALBMOND
Eine Weltbewegung
und deren Entwicklung
auf der Insel Rügen

2011 auf Rügen geplant:

Veranstaltungen,
Ausstellungen u.ä.m.

Weitere Informationen

Service auf Rügen:
DSL, Drucker, PC,
Notbooks, Datenrettung, EDV-Gutachter:
(0171) 3453329

Shop mit Technik
für die Baubiologie
und Umweltanalytik

Sie möchten hier mit
Infos vertreten sein?
Hier ist die Mailadresse.

News-History zum
Thema Jagd, Wild
und Vogelschutz

Hubertustag

Vögel Vogelschutz: EU-Vogelschutzrichtlinie, Verfahren gegen Deutschland eingestellt

Mails an: info(ur)ruegen-akademie.de. Wie Sie bemerken, befindet sich (ur) in der Mailadresse, wo ein @ stehen müsste.
Ersetzen Sie also bitte bei einer Mail das (ur) mit @. Zahlreiche Spams zwingen leider zu diesem Verfahren!

www.ruegen-akademie.de