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Schaut man auf die bislang verbreiteten Meldungen und Artikel zur Weihnachtsbotschaft von Papst Benedikt XVI. beim Segen "Urbi et Orbi", dann findet man dort vor allem, dass der Papst zu Frieden und Solidarität aufruft. Aber mit welchem christlichen Selbstverständnis er dies tut, kann man erst in vollem Umfang verstehen, wenn man sich den Ursprung der Meldungen und Artikel, also die Botschaft selbst, anhört oder liest. Ganz in diesem Sinne hier der Beginn der Weihnachtsbotschaft beim Segen "Urbi et Orbi" zum Einlesen und dann der Link zur ganzen Rede, die auf einer der Internetseiten des Vatikans veröffentlicht ist: Liebe Brüder und Schwestern in Rom und auf der ganzen Welt und ihr alle vom Herrn geliebten Männer und Frauen! „Lux fulgebit hodie super nos, quia natus est nobis Dominus. – Die Liturgie der Messe am Morgen hat uns daran erinnert: Die Nacht ist vorüber, der Tag ist angebrochen; das Licht, das von der Grotte in Bethlehem ausgeht, strahlt über uns auf. Die Bibel und die Liturgie erzählen uns jedoch nicht vom natürlichen Licht, sondern von einem anderen, besonderen Licht, das in gewisser Weise ein „Wir“ beleuchtet und darauf hinstrahlt, ein „Wir“, für das das Kind von Bethlehem „geboren ist“. Dieses „Wir“ ist die Kirche, die große weltweite Familie der an Christus Glaubenden, die voll Hoffnung die neue Geburt des Heilands erwartet haben und heute im Geheimnis die immerwährende Aktualität dieses Ereignisses feiern. Am Anfang, bei der Krippe von Bethlehem, war dieses „Wir“ für die Augen der Menschen fast unsichtbar. Wie uns das Lukasevangelium berichtet, umfaßte es außer Maria und Josef wenige einfache Hirten, die auf die Nachricht des Engels hin zur Grotte kamen. Das Licht der ersten Weihnacht war wie ein in der Nacht entfachtes Feuer. Alles ringsum war dunkel, während in der Grotte das wahre Licht aufstrahlte, „das jeden Menschen erleuchtet“ (Joh 1,9). Und doch geschieht alles in Schlichtheit und im Verborgenen, so wie Gott in der gesamten Heilsgeschichte wirkt. Gott entzündet gern kleine Lichter, um es dann in weitem Umkreis hell werden zu lassen. Wo das Licht aufgenommen wird, dort werden die Wahrheit sowie die Liebe entfacht, die es in sich trägt, und es breitet sich dann – gleichsam durch Berührung – in konzentrischen Kreisen in den Herzen und Gedanken derer aus, die sich frei seinem Glanz öffnen und ihrerseits zu Quellen des Lichts werden. In der armen Grotte von Bethlehem nimmt der Weg der Kirche ihren Anfang und durch die Jahrhunderte wird sie zum Volk und zum Licht für die Menschheit. Auch heute entfacht Gott durch diejenigen, die dem Kind begegnen, Feuer in der Nacht der Welt, um die Menschen zu rufen, daß sie in Jesus das „Zeichen“ seiner heil- und freimachenden Gegenwart erkennen und das „Wir“ der Gläubigen auf die ganze Menschheit ausweiten. Wo immer es ein „Wir“ gibt, das die Liebe Gottes aufnimmt, dort erstrahlt das Licht Christi auch in noch so schwierigen Situationen. Wie die Jungfrau Maria gibt die Kirche der Welt Jesus, den Maria selbst als Geschenk empfangen hat und der gekommen ist, den Menschen von der Knechtschaft der Sünde zu befreien. Wie Maria hat die Kirche keine Angst, denn dieses Kind ist ihre Stärke. Aber sie behält es nicht für sich: Sie gibt das Kind allen, die es mit aufrichtigem Herzen suchen, den einfachen Menschen der Erde und den Notleidenden, den Opfern von Gewalt und allen, die sich nach dem Gut des Friedens sehnen. Der Menschheitsfamilie, die tief von einer schweren wirtschaftlichen, aber noch mehr von einer moralischen Krise und den schmerzlichen Wunden von Kriegen und Konflikten gezeichnet ist, wiederholt die Kirche in Anteilnahme und Treue zum Menschen auch heute mit den Hirten: „Kommt, gehen wir nach Bethlehem“ (Lk 2,15), dort werden wir unsere Hoffnung finden... Weiterlesen mit Hilfe dieses Links zur BOTSCHAFT VON PAPST BENEDIKT XVI. BEIM SEGEN "URBI ET ORBI" am 25. Dezember 2009: Nach dem Segen folgten die Weihnachtsgrüße des Papstes in zahlreichen Sprachen, darunter auch in deutsch: "Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade. Sein Friede möge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!" Die Weihnachtsgeschichte des Lukasevangeliums finden Sie hier: Weihnachtsgeschichte Zurück zur News-Übersicht: News-Chronik
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