www.ruegen-akademie.de

www.ruegen-akademie.de
/ Rügen erleben & MEHR WISSEN nicht nur über Rügen / © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)

Weihnachten in Deutschland: Die Weihnachtsansprache von Bundespräsident Horst Köhler

25. Dezember 2009 Deutschland (ur): "Weihnachten ist ein Fest des Friedens, der Nächstenliebe und der Zuversicht. Ich wünsche uns allen, dass wir davon viel empfangen und viel geben können." Das sagte Bundespräsident Horst Köhler in seiner Weihnachtsansprache des Jahres 2005. Wer die Weihnachtsreden seit damals vergleicht, der entdeckt markante Unterscheide, die vom Wandel der Zeit künden. Die Wortwahl "Fest des Friedens" kommt in der diesjährigen Weihnachtsansprache von Horst Köhler nicht vor. Er sagte:

Am Weihnachtsabend blicken wir auf ein Jahr zurück, in dem viel geschehen i

Liebe Landsleute,

meine Frau und ich, wir wünschen Ihnen eine frohe und gesegnete Weihnacht.

Wir denken dankbar an die Geburt Jesu Christi, und wir freuen uns mit jedem, der Achtung davor hat, ganz unabhängig vom eigenen Glauben.

In der weihnachtlichen Wärme und Geborgenheit kommen wir zur Ruhe, und wir blicken auf das abgelaufene Jahr.

Wir hatten gemeinsam Freude an der Erinnerung an den Mauerfall vor zwanzig Jahren. "Wir sind das Volk!" Der Ruf von damals ist bis heute Auftrag für jeden von uns. Denn die Demokratie, das sind wir alle. Und wir können alle etwas tun für unser Land.

Millionen von Bürgerinnen und Bürgern leben danach. Sie setzen sich ein für den Nächsten und für die Allgemeinheit. In Vereinen und Kirchengemeinden, in den politischen Parteien, in Bürgerinitiativen und in der Nachbarschaftshilfe. Auch in diesem Jahr habe ich das immer wieder erlebt. Dieses Engagement lässt uns zusammenhalten und macht unser Land reicher. Ich bin froh darüber.

Und doch haben wir auch Schutzlosigkeit erfahren in diesem Jahr. Der Amoklauf von Winnenden hat uns gezeigt, dass es keine Garantie gibt für unsere Sicherheit und Unversehrtheit, und er hat Fragen aufgeworfen, die jeden von uns verstören. 15 Kinder starben von der Hand eines Kindes, das ebenso sein Leben verlor. Wir fragen: Wie konnte das geschehen? Und in uns nagt das Gefühl, dass wir etwas Wichtiges übersehen haben müssen bei der Art, wie wir zusammenleben.

Dann der Schock im September. An einer Münchner S-Bahn-Station war einer wachsam, couragiert, hat wehrlosen Kindern beigestanden. Aber er hatte keine Chance.
Wir haben in diesem Jahr Taten erlebt, die uns an die Grenze des Verstehbaren geführt haben. Sie haben uns ratlos gemacht. Und doch steckt in ihnen auch eine Aufforderung. Die Aufforderung, nachzudenken über uns selbst und wie wir zusammenleben. Sind wir achtsam genug miteinander?

Da denke ich auch an unsere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan. Machen wir uns klar, was ihr Dienst bedeutet? Meine guten Wünsche sind bei ihnen und auch bei den Landsleuten, die sich fern der Heimat im Dienst der Polizei oder der Hilfsorganisationen für Sicherheit und friedlichen Aufbau einsetzen. Ihnen allen sende ich einen herzlichen Weihnachtsgruß.

Achtsam leben, das heißt auch, sich für eine gerechte Ordnung einsetzen, bei uns und in der Welt. Da gibt es noch viel zu tun. Wir haben gerade erlebt, dass Maßlosigkeit bei Finanzakteuren und Mängel bei der staatlichen Aufsicht die Welt in eine tiefe Krise gestürzt haben. Wir brauchen Ehrbarkeit und bessere Regeln in der Finanzwirtschaft. Wir brauchen das Verständnis dafür, dass Geld den Menschen dienen muss und sie nicht beherrschen darf.

Ich verlange Einkehr von den Verantwortlichen. So, wie ich sie mir selbst und uns allen abverlange. Wir leben in einer Welt, die wir selbst gestalten dürfen. Das ist ein Geschenk. Aber es verpflichtet uns auch, die Defizite unserer Welt zu erkennen und dagegen anzugehen.

Wir horchen staunend auf, wenn eine NASA-Sonde Wasser auf dem Mars entdeckt haben soll - aber wir haben verlernt zu staunen über das Wasser, das bei uns so selbstverständlich aus dem Hahn fließt, wo doch anderswo die Menschen tagein, tagaus viele Kilometer laufen müssen, um an Trinkwasser zu kommen.

Wenn wir wollen, dass unsere Erde, und wir haben nur die eine, auch morgen noch eine gastliche Heimat sein soll, dann müssen wir achtsamer mit den natürlichen Lebensgrundlagen umgehen. Das bedeutet, bewusster zu leben. Für eine bessere Lebensqualität in besserem Einklang mit der Schöpfung.

Es geht darum, mit Ideen, Vernunft und Einsatz den Weg für eine gute Zukunft zu finden. Trauen wir uns etwas zu! Es geht um eine Politik, die über den Tag hinaus denkt und handelt. Es geht um eine Kultur der Achtsamkeit und Anerkennung, überall.

Das schafft Vertrauen. Und jeder von uns kann dazu beitragen.

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr Ihnen allen.

"Weihnachten ist ein Fest des Friedens, der Nächstenliebe und der Zuversicht. Ich wünsche uns allen, dass wir davon viel empfangen und viel geben können." Das sagte der Bundespräsident beim Weihnachtsfest des Jahres 2005 und viele haben auch im Jahr 2009 Sehnsucht nach einem Fest des Friedens. Es waren übrigens nicht friedliche Zeiten, die den Bundespräsidenten ins Deutschland von heute führten: Wussten Sie, dass der deutsche Bundespräsident am 22. Februar 1943 im polnischen Skierbieszów zur Welt kam und seine Eltern deutschstämmige Bauern aus dem rumänischen Bessarabien waren, die zwangsweise nach Polen umgesiedelt wurden? In seiner ganz offiziell verbreiteten Biografie ist u.a. zu lesen:

...Im Kriegsjahr 1944 flüchtet die Familie vor den sowjetischen Truppen nach Markkleeberg-Zöbigker bei Leipzig. Dort bauen sich die Eltern auf einem kleinen Hof eine neue Existenz auf. Bald wünscht sich besonders die Mutter bessere Chancen für ihre Familie. 1953 gelingt den Köhlers noch vor dem 17. Juni die Flucht über West-Berlin in die Bundesrepublik. Sie leben vier Jahre lang in verschiedenen Flüchtlingslagern. 1957 wird das schwäbische Ludwigsburg schließlich endgültig Heimat für die Familie...

Zurück zur News-Übersicht: News-Chronik

Kurse auf der Insel Rügen

westerwelle Malkurse auf Rügen

Kultur und Kunst
auf der Insel Rügen

westerwelle Förderverein
Kap Arkona e.V
.

westerwelle Fotos und Infos:
Jagdhornbläsergruppe
"Windland-Wittow"

westerwelle Kabarett-Regatta
in Putbus jedes Jahr im
Herbst und im Ostseebad
Baabe Kabarett-Theater
in der Urlaubszeit

Für Frieden statt Krieg

Friedensbewegung
auf der Insel Rügen

Bücher über Rügen:

Geschichte:
"Rügen - so wie es war"

Luftbilder: Rügen und Hiddensee aus der Luft

Das ROTE KREUZ und
der ROTE HALBMOND
Eine Weltbewegung
und deren Entwicklung
auf der Insel Rügen

2011 auf Rügen geplant:

Veranstaltungen,
Ausstellungen u.ä.m.

Weitere Informationen

Service auf Rügen:
DSL, Drucker, PC,
Notbooks, Datenrettung, EDV-Gutachter:
(0171) 3453329

Shop mit Technik
für die Baubiologie
und Umweltanalytik

Sie möchten hier mit
Infos vertreten sein?
Hier ist die Mailadresse.

Weitere Inhalte
Neue Akzente in der deutschen Außenpolitik Warnemünde Deutschland: Minister der neuen Bundesregierung

 

 

 

 

Mails an: info(ur)ruegen-akademie.de. Wie Sie bemerken, befindet sich (ur) in der Mailadresse, wo ein @ stehen müsste.
Ersetzen Sie also bitte bei einer Mail das (ur) mit @. Zahlreiche Spams zwingen leider zu diesem Verfahren!

www.ruegen-akademie.de