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/ Rügen erleben & MEHR WISSEN nicht nur über Rügen / © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)

Klimawandel: Ergebnisse des Weltklimagipfels in Kopenhagen entsprechen nicht den Herausforderungen des Klimawandels. Hoffnungen vieler Aktionen blieben unerfüllt.

19. Dezember 2009 Dänemark / Kopenhagen (ur). "Mit großem Interesse blickt die Welt in dieser Woche nach Kopenhagen. Viele Hoffnungen sind mit dem Weltklimagipfel verbunden, aber auch Befürchtungen, dass seine Ergebnisse den großen Herausforderungen nicht gerecht werden." So begann die urNews am 7. Dezember 2009 und leider erfüllten sich die Hoffnungen nicht. Unter Beteiligung von US-Präsident Barack Obama, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy handelten zwar Spitzenpolitiker aus 25 Staaten beim Weltklimagipfel in Kopenhagen noch in letzter Minute ein Kompromisspapier aus. Dieses sieht auch ein Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad vor. Aber alles ist unverbindlich. Der Kompromiss wurde zudem lediglich vom Plenum aller teilnehmenden Staaten zur Kenntnis genommen. Das Dokument (Copenhagen Accord) beinhaltet u.a. ein Bekenntnis zur sogenannten "Zwei-Grad-Begrenzung" der globalen Erwärmung, gemeint ist damit, dass der Temperaturanstieg unter 2 Grad bleiben soll. Dazu heißt es im Copenhagen Accord u.a.:

To achieve the ultimate objective of the Convention to stabilize greenhouse gas concentration in the atmosphere at a level that would prevent dangerous anthropogenic interference with the climate system, we shall, recognizing the scientific view that the increase in global temperature should be below 2 degrees Celsius, on the basis ofequity and in the context of sustainable development, enhance our long-term cooperative action to combat climate change.

Das gesamte Dokument war zumindest noch bei Redaktionsschluss dieser News mit folgendem Link zu finden:

http://unfccc.int/files/meetings/cop_15/application/pdf/cop15_cph_auv.pdf

Da das Dokument von den teilnehmenden Staaten an der United Nations Climate Change Conference
lediglich zur Kenntnis genommen wurde, ist es nicht mehr als eine Grundlage für künftige Verhandlungen.

Viele Aktionen, mit denen die Staats- und Regierungschefs der Welt aufgefordert wurden, alles für ein verbindliches Klimaschutzabkommen zu tun, hatten damit nicht die erhoffte Wirkung. Über eine von ihnen wurde in den urNews vom 26. November berichtet:

"Südöstlich von Tasmanien, die Antarktis als bedrohte Region in direkter Nachbarschaft": Offener Brief von Weltumsegler Bernt Lüchtenborg an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Unterschriftensammlung

In der heißen Phase der Verhandlungen machte auch Avaaz.org mobil. Avaaz ist eine noch relativ neue globale Internetbewegung, deren Akteure entsprechend ihrer formulierten Zielstellung "mit demokratischen Mitteln für eine gerechtere Welt" kämpfen. Nach Angaben dieser Internetbewegung unterzeichneten bis Redaktionsschluss dieser urNews weit über 14 Millionen Menschen eine Petition an die verhandlungsführenden Staats- und Regierungschefs in Kopenhagen, die folgenden Wortlaut hat:

Wir fordern jeden Einzelnen von Ihnen auf, die notwendigen Zusagen zu machen, um Ihrer historischen Verantwortung in dieser Krise gerecht zu werden. Reiche Länder müssen faire Finanzierung bereitstellen, und alle Länder müssen ambitionierte Emissions-Ziele setzen. Verlassen Sie Kopenhagen nicht ohne ein gerechtes, ehrgeiziges und verbindliches Abkommen, das die Welt vor der katastrophalen Erwärmung um 2 Grad bewahrt.

Doch dazu kam es nicht. Weitere Aktionen sind notwendig und dabei wird das Internet sicher eine immer größere Rolle spielen. Die oben genannte Avaaz-Petition an die Staats- und Regierungschefs in Kopenhagen zum Weltklimagipfel war bei Redaktionsschluss dieser urNews noch auf folgender Internetseite zu finden:

http://www.avaaz.org/de/save_copenhagen/

Die Internetbewegung Avaaz scheint über das Potential zu verfügen, um bei künftigen globalen Aktionen eine noch größere Rolle spielen zu können. Bei Redaktionsschluss dieser News wurden auf einer der Internetseiten von Awaaz folgende führende Mitarbeiter bei Kampagnen genannt:

Ricken Patel – Mitgründer und Executive Director (Kanada)
Paul Hilder – Campaign Director (Großbritannien)
Ben Wikler – Campaign Director (USA)
Alice Jay - Campaign Director (Spain)
Luis Morago - Campaign Director (Spain)
Alice Wynne Wilson - Media Director (Belgien)
Milena Berry – Chief Technical Officer (Bulgarien)
Rajeev Purohit - Washington DC Representative (Großbritannien)
Taren Stinebrickner-Kauffman - Senior Climate Campaigner (US)
Raluca Ganea - Senior Campaigner (Israel)
Iain Keith – Campaigner (Großbritannien)
Graziela Tanaka – Campaigner (Brasilien)
Pascal Vollenweider – Campaigner (Schweiz)
Paula Brufman – Campaigner (Argentinien)
Benjamin des Gachons - Global Campaigner (France)
Julius van de Laar - German Elections Campaigner (Deutschland)
Margaret Mikkelsen - Operations Director (US)
Veronique Graham - Executive Assistant (France)

Quelle der Namensliste und Infos zu Zielen der Bewegung hier: http://www.avaaz.org/de/about.php

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