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Es gibt indes nicht mehr nur die Piraten, die vor allem aus dem Elend der Wirklichkeit rekrutiert werden, und die Vermarktung des Piraten-Daseins auf der Bühne. Jüngst wurde auch eine neue Art von Piraten geboren. Sie nennen sich Klima-Piraten, auch Klimapiraten geschrieben. In einem Eintrag auf ihrer Internetseite heißt es datiert auf den 11. Dezember 2009, 19.07 Uhr: JubelJubelJubelJubel!!. Wir wurden gerade fuer unseren Erfolg von GreenpeaceChef Kumi Naidoo umarmt... Worauf der Jubel basiert erklärt der Eintrag vom gleichen Tag um 16.50 Uhr: Wer hätte das geglaubt? Kurz vor unserer Übergabe von über 4000 Unterschriften bei DONG Energy in Kopenhagen kommt die große Nachricht: Das Kohlekraftwerk Lubmin wird nicht gebaut!!! Vor Glück können wir es noch kaum fassen, DONG Energy setzt tatsächlich in Zukunft auf Erneuerbare Energien! Das wird eine lange Nacht bei den Klimapiraten und die nächsten Tage werden wohl auch noch groß! Vielen, vielen Dank an alle Unterstützer - hoch die Tassen! Viele, die am Klimaschutz und am Tourismus interessiert sind, jubeln seit dieser Zeit vor allem in der Region Rügen-Greifswald-Lubmin. Aber auch wo die neue Spezies der Klimapiraten und deren Anhang einen Sieg bejubelt, gibt es Verlierer. Das Piraten-Dasein ist nun einmal mit Kampf verbunden und der kennt Gewinner und Verlierer. Michael Roolf, Vorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, erklärt nach dem Rückzug von Dong-Eergy vom Baum eines Steinkohlekraftwerkes in Lubmin: Heute ist ein schwarzer Tag für die Menschen in M-V. Mit seinen Äußerungen, gerade erst wieder anlässlich der SPD-Tagung zu erneuerbaren Energien vor wenigen Wochen, hat der Ministerpräsident wahrscheinlich maßgeblich dazu beigetragen, dass sich Dong-Energy nun zurückzieht. Die SPD kann sich diesen „Erfolg“ im Kampf gegen den wirtschaftlichen Aufschwung in unserem Land ganz persönlich zurechnen. Meine Fraktion hat mehrfach und nachdrücklich vor den Wirkungen der ständigen politischen Äußerungen hinsichtlich des Kraftwerkbaus gewarnt und auf die notwendige Zurückhaltung gepocht. Ob, wann, in welchem Umfang und mit welchen Auflagen ein Kohlekraftwerk gebaut worden wäre, hätte allein das Genehmigungsverfahren zeigen müssen. Dieses Verfahren war offensichtlich nicht gewollt. Die SPD hat die Folgen zu verantworten. Das Ausbleiben einer Milliardeninvestition, hunderte Arbeitsplätze beim Bau und beim Betrieb des Kraftwerkes, sowie eine starke Position unseres Landes als Lieferant eines wichtigen Bestandteiles des noch immer notwendigen Energiemixes. Die Begründung der Absage ist ein harter Schlag ins Gesicht der Betroffenen. Unabsehbar sind auch die Zukunftsfolgen. Die Nachricht lautet: Investoren sucht sich die SPD lieber selber aus und der Anspruch auf ein rechtsstaatliches Genehmigungsverfahren wird in Mecklenburg-Vorpommern nicht ernst genommen. Zukünftig werden sich Investoren im Industriebereich noch genauer überlegen, ob sie sich auf dieses riskante und teure Spiel einlassen werden. Bei diesem Agieren kann ich nur sagen, Gute Nacht Mecklenburg-Vorpommern.“ Das wird man heute u.a. im Südosten von Rügen ganz anders sehen, wenn um 13 Uhr in der Fischerklause von Thiessow die Siegesfeier von Bürgern beginnt, die sich gegen den Bau des Steinkohlekraftwerkes in Lubmin zur Wehr setzten. Diese News wurde also nach Mitteleuropäischer Zeit in den Morgenstunden geschrieben und endet jetzt nach dieser Zeitberechnung um 8.15 Uhr mit den besten Wünschen für einen guten Tag. Fernab von hier beginnt die Nacht in einer globalisierten Welt, die so viele unterschiedliche Piraten kennt... Zurück zur News-Übersicht: News-Chronik
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