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/ Rügen erleben & MEHR WISSEN nicht nur über Rügen / © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)

Radfahrer der Europatour 2010 starteten heute in Brüssel: News mit
Infos auch zur Europawoche 2010 sowie EU-Fördermittel ERFE und ESF

23. April 2010 Europa / Brüssel (ur). Das Wirtschaftsministerium des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern übermittelt heute den Medien die folgende Information

In Brüssel sind am Freitag die Radfahrer der Europatour 2010 gestartet. „Europa näher bringen und verstehen lernen, das ist das Motto der Europatour 2010. Vor allem soll bei Kindern Neugier und Interesse für Europa und die damit verbundene Politik geweckt werden“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel beim Start. Seidel fuhr nach dem Startschuss für die 835 Kilometer lange Fahrradtour die ersten Kilometer der Etappe von Brüssel nach Venlo mit.

Die Gruppe will in einer Woche von der EU-Metropole über Lohne, Verden, Lüneburg, Zarrentin und Schwerin fahren und am 30. April die KinderUni auf dem Campus der Hochschule Wismar erreichen. „Brüssel ist näher, als mancher denkt. Zahlreiche Unternehmens-ansiedlungen bzw. Erweiterungen und Projekte im Land wären ohne Unterstützung der Europäischen Union nicht umgesetzt worden“, sagte Seidel. Die Fahrradtour ist gleichzeitig Auftakt für die europaweite „Europawoche 2010“ (03. bis 09. Mai), in der an Projekttagen in Schulen in MV über die Europäische Union informiert wird.

Die Tourteilnehmer wurden von Vertretern der Europäischen Kommission sowie vom Generalsekretär des Ausschusses der Regionen, Gerhard Stahl, vor dem Berlaymont-Gebäude, dem Hauptsitz der Europäischen Kommission, in Brüssel verabschiedet. Die beiden Mitarbeiter im Informationsbüro Mecklenburg-Vorpommern bei der EU in Brüssel, Jörg Türmer und Tim Zielinski, bringen den KinderUni-Studenten in einer Vorlesung dann den europäischen Staatenverbund und seine Politik näher.

„Italienische Spaghetti, dänischer Hot Dog mit Røder Pølse, griechischer Gyros und Reisen ohne Grenzkontrollen sind für Kinder und Jugendliche heute selbstverständlich“, sagte Seidel. „Für die Großeltern war das kaum vorstellbar, das Europa einmal so zusammenwächst.“ Mecklenburg-Vorpommern gehört in der Förderperiode von 2007 bis 2013 zu den so genannten Ziel-1-Gebieten, den Regionen mit der höchsten Förderung. Ziel ist es, mit den eingesetzten EU-Mitteln die Wirtschaftskraft des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu stärken und durch nachhaltiges Wirtschaftswachstum dauerhaft Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen und die Ausbildungssituation zu verbessern“, so Seidel.

In der Förderperiode 2007 bis 2013 stehen MV rund 1,25 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Die Fördermittel werden für Investitionen, in den Auf- und Ausbau von Betrieben und für die Verbesserung der Infrastruktur zum Beispiel bei der Erschließung von Gewerbegebieten zur Verfügung gestellt. Fast ein Viertel (22 Prozent) der EFRE-Mittel erhalten die Unternehmen zur Entwicklung neuer Technologien, außerdem werden technologie-orientierte Unternehmensansiedlungen gefördert oder wirtschafts-nahe Forschungsvorhaben an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bezuschusst.

Aus dem Europäische Sozialfonds (ESF) werden in dieser EU-Förderperiode 417 Millionen Euro für MV eingesetzt. Zu den Schwerpunktbereichen der ESF-Förderung gehören unter anderem die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Beschäftigten und Unternehmen, die Förderung der Berufsausbildung und des lebenslangen Lernens sowie die Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt. Auch die Unterstützung bei Qualifizierungsmaßnahmen und Coaching von Mitarbeitern sowie Mikrodarlehen für Existenzgründer werden aus dem ESF gefördert. Außerdem werden Projekte wie die Betreuung von Schülerfirmen in MV und die Fachkräftekampagne: „Durchstarten in MV - Dein Land, Deine Chance“ (www.durchstarten-in-mv.de) realisiert.

Im Rahmen des Programms INTERREG IV A werden grenzüberschreitende Projekte im Ostseeraum unterstützt. Dazu gehören der Bau einer Promenade zwischen Heringsdorf und Swinemünde genauso wie grenzüberschreitende Dienstleistungen und Initiativen.

Zwischen Zarrentin, Schwerin, Bad Kleinen und Wismar wird es mehrere Informationsveranstaltungen rund um die EU mit Schülerinnen und Schülern aus den umliegenden Schulen geben. Stationen der Tour in Mecklenburg-Vorpommern sind unter anderem das UNESCO Biosphärenreservat am Schaalsee im Pahlhuus, ein Renaturierungsprojekt an der Schilde und Unter-nehmen wie die Firma Fruchtquell Getränkeindustrie in Dodow.

Die Europäische Union ist ein aus 27 europäischen Staaten bestehender Staatenverbund. Seine Bevölkerung umfasst derzeit rund 500 Millionen Einwohner. Brüssel ist Sitz der EU-Kommission, Sitz des Rates der Europäischen Union und mit Straßburg Sitz des Europäischen Parlaments.

News-History, EU und SWIFT-Abkommen, hier der Link: Diskussion im Europaparlament

News-History, Unterschiede:

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