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/ Rügen erleben & MEHR WISSEN nicht nur über Rügen / © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)
Hyperlink: Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses am 17. April 2017 ab 10 Uhr im Stadthafen Sassnitz auf Rügen
Geschichte, Dokumentation, Sassnitz auf Rügen am 28. März 2016

Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses

Grußbotschaft von Ernst-Ludwig Iskenius, Mitglied der internationalen Ärzte zur
Verhinderung eines Atomkrieges Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW)
, verlesen auf
der Friedenskundgebung vor dem Molenfußgebäude im Stadthafen von Sassnitz

Vollständiger Artikel zur Sassnitzer Friedensveranstaltung HIER.
Nachfolgend nur der Wortlaut der Grußbotschaft von Ernst-Ludwig Iskenius
:

Liebe Bewohner der Insel Rügen,

ich grüße Sie ganz herzlich zu Ihrem Ostermarsch auf Ihrer wunderschönen Insel, eine Tradition, die seit den 50igere Jahren schon besteht. Ihre Anfänge reichen zu den Protesten gegen die atomare Aufrüstung und Wiederbewaffnung Deutschlands zurück.

  • Bedrohen uns heute noch Atomwaffen?
  • Atomwaffen, gibt es die noch auf deutschen Boden?
  • Ist Deutschland an Atomwaffen überhaupt beteiligt?
  • Steht eine weitere atomare Aufrüstungswelle uns bevor?

Zu diesen Fragen schweigt die Bundesregierung beharrlich. Das Thema Atomwaffen möchte sie am liebsten  als Nicht-Thema behandelt wissen.

Die Tatsachen:

  • Über 7 500 Atomwaffen gibt es noch weltweit, davon sind 1800 in ständiger Alarmbereitschaft und jede einzelne kann mit verheerenden Konsequenzen für Menschen, Tier und Umwelt alles Leben in nur wenigen Minuten zerstören und katastrophales Leid überv dieMenschheit bringen. Aber auch in Friedenszeiten fordert die atomare Waffenindustrie ständig neue Strahlenopfer.
  • Auf deutschen Boden sind völkerrechtwiedrig noch 20 dieser gefährlichen Massenvernichtungsmittel gelagert. Deutsche Soldaten üben täglich mit ihren Tornados deren Abwurf. Das nennt man atomare Teilhabe. Dafür steht der Ort Büchel in der Eifel.
  • Die in Büchel gelagerten Atomwaffen sollen ab 2020 mit Zustimmung der Bundesregierung durch modernere, zielgenauere, auch in den Erdboden eindringende Atomwaffen ersetzt werden. Damit sollen sie militärisch einsetzbarer gemacht werden. Das ist der Beginn einer neuen gefährlichen atomaren Aufrüstungsspirale.
  • Die Bundesregierung stellt sich gegen ein internationales Verbot von Atomwaffen. Sie steht damit auf der Seite der Minderheit der atomwaffentragenden Staaten, die ihre internationalen Verpflichtungen zur Abrüstung aus dem Atomwaffensperrvertrag bisher nicht nachgekommen sind.
  • Und das, obwohl der Deutsche Bundestag vor 6 Jahren den Abzug aller Atomwaffen von Deutschen Boden gefordert hat.

Büchel:
Büchel steht nicht nur für die drohende atomare Aufrüstung, sondern ist auch der symbolische Ort des Widerstandes gegen diese atomare Bedrohung.

  • 2013 wurde in einer 24-stündigen Musikblockade dieser todbringende Ort kurzzeitig geschlossen.
  • 2015 blockierten an über 30 Tagen mehr als 400 Aktivisten die Zugänge zu diesem Atomwaffenstützpunkt.
  • In diesem Jahr soll eine Dauerpräsenz von 20 Wochen (stehen für diec20 Atomwaffen dort) den gesamten Sommer über auf die todbringende atomare Bedrohung hinweisen. Diese Dauerpräsenz endet mit dem 9. August, dem Jahrestag des Abwurfes der Atombombe auf Nagasaki. Dazu ist jede Gruppe, jeder Freundeskreis, jede Einzelperson herzlich eingeladen, dort ihren Protest zum Ausdruck zu bringen.

Büchel ist überall – deshalb atomwaffenfrei jetzt.

Mehr Informationen hier: www.atomwaffenfrei.de

 

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