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/ Rügen erleben & MEHR WISSEN nicht nur über Rügen / © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)
Hyperlink: Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses am 17. April 2017 ab 10 Uhr im Stadthafen Sassnitz auf Rügen

Mit einem Osterspaziergang in Sassnitz beteiligte sich die Rügener
Friedensbewegung auch 2015 an den Ostermärschen in Deutschland

Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner(DIE LINKE) beim Start der Friedenstauben am Ende des Osterspazierganges (Ostermarsches) des Rügener Friedensbündnisses

Links: Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner (DIE LINKE) lässt weiße Tauben als
Friedenssymbol in der Himmel über der Mole des Sassnitzer Stadthafens aufsteigen

Sassnitz auf Rügen (ur). Bevor Kerstin Kassner (DIE LINKE) im Jahr 2015 auf der Sassnitzer Mole die weissen Tauben als weltweites Symbol des Friedenswunsches der Menschen in den Himmel aufsteigen ließ, forderte der Bergener Künstler Walter G. Goes auf der Sassnitzer Mole am Ostermontag Wort und Tat für den Frieden:

„Krieg war und ist erbärmlich! Lasst uns gegen den Krieg das Wort erheben, hier in Sassnitz, so nah am völkerverbindenden Meer... und überall dort, wo Worte des Friedens die Lobby der Friedfertigen brauchen,damit Heute und Morgen Friede und Liebe in unser Denken & unser Herz einkehrt. Seid mutig! Erhebt Euer Wort!“

Tauben als Symbol der Friedenshoffnung beenden seit dem Ostermontag 2014 den jährlichen Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses, mit dem sich die Friedensbewegung auf Rügen an den Ostermärschen in Deutschland beteiligt. 115 Teilnehmer waren in diesem Jahr auf der Sassnitzer Mole erschienen und damit 15 Prozent mehr als im Durchschnitt der letzten Jahre. Über einen Rückgang der Teilnehmerzahlen wie bei anderen Ostermärschen im Land kann sich das Rügener Friedensbündnis also nicht beklagen. Gleiches gilt für die Breite des vertretenen politischen Spektrums bei den Rednern. Deren Reigen begann am Molenfußgebäude des Sassnitzer Stadthafens mit dem Sassnitzer Bürgermeister Dieter Holtz (DIE LINKE). Es folgten SPD-Kreisvorsitzender Thomas Würdisch und Jochen Kwast, Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. (Aktualisierung am 8. Juni 2015: Seit den Neuwahlen des Vorstandes am 5. Juni 2015 ist Jochen Kwast nicht mehr Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Vorpommern-Rügen). Nach Jochen Kwast sprach Frieder Jelen (CDU). Zu "CDU" bei Frieder Jelen eine Anmerkung: Der Pastor im Ruhestand und einstige Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern sagte während seiner Rede am Ostermontag in Sassnitz in humorvoller Weise, dass erhier nicht als CDU-ler stehe und fügte hinzu:Ich hab das nicht mit meinem Politbüro abstimmen können, was ich hier sage. Wenn die das wüssten, hätten sie mich vielleicht zurückgezogen, weil das nicht so ganz konform ist, was ich denke und wahrscheinlich was Ihr denkt ist auch nicht so ganz konform...

Dieter Holtz, Bürgermeister der Stadt Sassnitz Teilnehmer am Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses, mit ihm nimmt die Friedensbewegung auf Rügen an den jährlichen Ostermärschen teil Teilnehmer am Osterspaziergang (Ostermarsch) des Rügener Friedensbündnisses
Jochen Kwast Bündnis 90/Die Grünen Teilnehmer am Osterspaziergang (Ostermarsch) des Rügener Friedensbündnisses Thomas Würdisch
Frieder Jelen Teilnehmer am Osterspaziergang (Ostermarsch) des Rügener Friedensbündnisses Der Künstler Walter G. Goes

Links in der Bilderreihe von oben nach unten: Dieter Holtz, Jochen Kwast und Frieder Jelen.
In der rechten Seite der Fotos von unten nach oben Walter G. Goes und Thomas Würdisch.

Bevor näher auf die einzelnen Reden eingegangen werden soll, verweilen wir hier zunächst bei dem, was wohl eine Rügener Besonderheit bei den Ostermärschen 2015 in Deutschland war. Hier standen Menschen mit einer sehr großen Unterschiedlichkeit der Parteizugehörigkeit oder gar keiner zusammen und gingen entspannt damit um. Atheisten waren ebenso anwesend wie Pastor Peter Nieber und weitere Angehörige seiner Evangelischen Kirchengemeinde Sassnitz und Sagard. Worte wie die von Frieder Jelen künden vom freudvollen, ganz persönlichen sich einlassen auf eine gemeinsame Grundhaltung bei den Osterspaziergängen des Rügener Friedensbündnisses, die Dialog und Frieden heißt. Auf der Sassnitzer Mole bekundet man am Ostermontag diese Grundhaltung, auch wenn man nicht in allem einer Meinung ist, weder mit allen in seiner Partei, noch mit allen Veranstaltungsteilnehmern. Beim diesjährigen Osterspaziergang des Sassnitzer Friedensbündnisses erlebten parteilose Friedensfreunde in gleicher Weise wie Anhänger von kleineren Parteien, die nicht im Bundestag vertreten sind, sowie Menschen unterschiedlichster Generationen eine politsch wohltuende Atmosphäre des Umgangs von Mitgliedern der Bundestagsparteien DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und CDU. Dazu stellte das Rügener Friedensbündnis in seiner Pressemitteilung zum diesjährigen Osterspaziergang fest:

Gekommen sind in diesem Jahr mehr als 100 Teilnehmern aller Generationen. Unter ihnen genauso Gäste der Insel wie Einheimische, Junge und Alte, Gesichter, die seit Jahren dabei sind, aber auch neue Friedensfreunde. Damit ist das Konzept aufgegangen, für mehr öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema aktiv zu werben und Parteien direkt anzusprechen. Und dies obwohl es dem Friedensbündnis nicht darum geht, Parteipolitik zu betreiben, sondern der Besorgnis vieler Menschen um weltweite Konflikte, wachsendes Engagement der Bundeswehr im Ausland und steigende Rüstungsausgaben eine Stimme zu verleihen.

Von der wohltuenden Atmosphäre des politischen Umgangs miteinander kündet auch, was mir Siegfried Schmidt, SPD Gemeindefraktionsvorsitzender des Ostseebades Göhren/Rügen, nach der Veranstaltung mailte und bei Facebook veröffentlichte. Dort kann man u.a. lesen:

Die SPD Rügen hatte sich zusammen gestellt, um STÄRKE zu zeigen. Bei näherem Hinsehen stand unsere E i n z i g e echte Rügener Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner, Partei „Die Linke“ neben mir. Schon dachte ich, endlich bekommen wir mit unserer sehr langjährigen Landrätin der Insel Rügen, Kerstin Kassner einen prominenten Parteizuwachs bei der SPD. Freudig sprach ich unsere Kerstin an, ob sie sich in der Basis verirrt hat! NEIN, Kerstin wollte nur mal sehen, ob man bei der SPD genau so gut steht, wie bei der Partei die LINKE!

Danke Kerstin, das war ein feiner Zug von Dir.

Fast hätte man dies als Wechselspiel betreiben können, denn die SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen hatte ursprünglich als Redner zugesagt. Doch ein Krankheitsfall in der Familie verhinderte dies. So übermittelte SPD-Kreisvorsitzender Thomas Würdisch ihre herzlichen Grüße. Sie selbst teilte dem Rügener Friedensbündnis mit, dass sie hofft, im nächsten Jahr dabei sein zu können.

Bevor auf die gehaltenen Reden auf dieser Seite eingegangen wird, hier wenigstens noch der Schluss von dem, was Siegfried Schmidt nach dem Osterspaziergang am Ende seines Beitrages schrieb:

Hoffen wir alle, friedensbemühten Rüganer, das unsere Regierung, allen voraus unsere CDU Bundestagsabgeordnete Dr. Angela Merkel zielgerechter bei ihrer Europapolitik und der Weltpolitik agieren mag und den rechten Weg findet, zum Frieden in unserer aller Herzen, in unserem Bundesland Mecklenburg Vorpommern, in Deutschland, der Basis Europas zusammen mit Russland! Was auch bei den Rednern immer wieder zum Ausdruck kam. Europapolitik ohne Russland ist nicht denkbar.

Ich grüße alle friedliebenden Rüganer! Siegfried Schmidt, SPD Göhren auf Rügen
6. April 2015
.

Als erster Redner sprach am 6. April am Molenfußgebäude des Sassnitzer Stadthafens der Bürgermeister der Hafenstadt Dieter Holtz (DIE LINKE). Er verwies darauf, dass Sassnitz entsprechend einem Beschluss seiner Stadtvertretung schon seit über zehn Jahren Mitglied in der Bewegung Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) ist. Ein paar Stadtvertreter seien auch anwesend, stellte der Bürgermeister fest. Er hätte sich sehr gefreut, wenn hier 21 Stadtvertreter gewesen wären und so unterstreichen, dass wir in der Stadt Sassnitz Frieden haben wollen.

Mit der vollständigen Präsenz einer Stadtvertretung auf einer Veranstaltung der Friedensbewegung rechnet indes wohl keine lokale Friedensinitiative in Deutschland. Es ist schon erfreulich, wenn es wie in Sassnitz eine Mehrheit in der Stadtvertretung gibt, zu derem kommunalpolitischen Handeln auch ganz bewusst friedenspolitische Aktivitäten gehören. Dieter Holtz verwies in diesem Zusammenhang auf die Beziehungen der Stadt Sassnitz zur Stadt Port Washington in den USA und Kingisepp in Russland. Das seien Städte aus Ländern, die sich auf oberster Ebene gegenwärtig scheel, also schief, anschauen. Während zur US-amerikanischen Stadt erst eine Städtepartnerschaft angestrebt wird, existiert die zur russischen Stadt schon seit 2003. Als weitere internationale Partnerstädte der Stadt Sassnitz nannte der Sassnitzer Bürgermeister Trelleborg (Königreich Schweden), Huai'an (VR China) und Klaipeda (Litauen). Mit Hinweis auf diese internationale Zusammenarbeit betonte der Bürgermeister der Hafenstadt:Wir wollen auf der unteren Ebene wirklich dafür sorgen und dafür kämpfen, dass unsere Städte keine Angriffsziele werden. Es sei im Rahmen der Städtepartnerschaft wichtig zu sagen:Die kommunale Familie will keinen Krieg.

Dem Sassnitzer Bürgermeister sollte eigentlich als nächster Redner die SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen folgen. Dass sie verhindert war, wurde bereits erwähnt, so sprach SPD-Kreisvorsitzender Thomas Würdisch. In seinem Beitrag betonte er, dass er nicht nur als Vorsitzender des Kreisverbandes der SPD Vorpommern-Rügen spreche, sondern auch als Vater von drei Kindern. Ganz persönliche Friedenshoffnungen in Richtung Zukunft waren damit verbunden. Beim Blick zurück erinnerteThomas Würdisch an den 1. und 2. Weltkrieg sowie daran, dass die Sassnitzer Veranstaltung in der langen Tradition der Ostermärsche stehe, die es nun schon seit über 55 Jahren gebe.Wir wollen den Frieden, betonte er und dazu gehöre nach seiner Meinung auch der Frieden mit Russland:Dass Gespräche mit Russland geführt werden, dass sie weiter geführt werden, dafür stehe ich und dafür steht auch meine Partei, betonte der SPD-Kreisvorsitzende. Ihm war es offensichtlich ganz besonders wichtig, die Notwendigkeit des geduldigen Dialogs zu unterstreichen. Er wünsche sich, dass die Gespräche weitergehen, nicht nur mit Russland, sondern auch mit den Menschen, die zu uns kommen wollen, die bei uns Hilfe suchen, die bei uns Frieden suchen und in den Ausländerunterkünften ein zuhause finden müssen, und zwar ein friedliches...

Rückblickend auf all das von ihm Gesagte, endete die Rede von Thomas Würdisch mit den Worten:In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns heute nicht nur einen sonnigen Tag, sondern einen sehr friedlichen Tag.

Kaum hatte Thomas Würdisch dies gesagt und wollte sich wieder in Erwartung des nächsten Redners zu den Zuhörern stellen, da rief der Rügener Osterhase ihm zu: Renn doch nicht weg. Der Stammgast bei den jährlichen Osterspaziergängen des Rügener Friedensbündnisses hatte schon dem Sassnitzer Bürgermeister nach dessen Rede einen Schokoladen-Osterhasen überreicht. Bevor der SPD-Kreisvorsitzende ihn erhielt, bekam er noch die folgenden Worte mit auf den Weg in die Zukunft:Ich will Dir mal was sagen als Hase. Wir sind für den Frieden. Tja, und die andere Seite ist doch, und ich spreche es aus: Wir sind gegen den Krieg und gegen alle Sachen, die da in diese Richtung laufen. Ich wünsche mir als Häschen, Deine Genossen im Bundestag sollen mal ihre Stimme erheben, wenn's denn um die Abstimmung geht wegen der Drohnen. Das ist doch so im Gespräch jetzt. Thomas Würdisch sagte zum geäußerten Wunsch, dass er ihngerne mitnehme.

Ein Dankeschön des Rügener Osterhasen an den SPD-Kreisvorsitzenden folgte und ein kräftiger, freudvoller Beifall der Zuhörer. Danach begann der Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Vorpommern-Rügen. Jochen Kwast seine Rede mit den Worten: Liebe Friedensfreundinnen, liebe Friedensfreunde, werte Damen und Herren, die erste erfreuliche Nachricht: Ich habe mein achtseitiges Konzept zu Boden gelegt. Wir haben hier kein Pult. Ich improvisiere das, was ansonsten etwas länger geworden wäre, insofern ein erster Grund zur Freude. Damit sorgte der Redner für das wohl erwartete erfreute Lachen, denn die Anwesenden bei der Friedensveranstaltung auf der Sassnitzer Mole waren offensichtlich keine Freunde von langen Reden.

Eine prägnante Kürze der Reden von fünf bis zehn Minuten kam bei allen bisherigen Osterspaziergängen in Sassnitz am besten bei den Teilnehmern an. In seiner freien Rede blieb Jochen Kwast dann auch tatsächlich seinem Versprechen treu und brachte vieles auf den Punkt, worüber er sicher noch viel länger hätte reden können.

Was Jochen Kwast sagte, tat er nicht nur in seinem eigenen Namen, sondern betonte: Ich überbringe Ihnen und Euch die herzlichsten Grüße des Kreisverbandes Vorpommern-Rügen von Bündnis 90/Die Grünen... Ich kann mit großer Freude auf das eingehen, was meine Vorredner bereits deutlich gemacht haben: Es ist ein buntes Bündnis und ich danke dem Rügener Friedensbündnis, das wir und ich zu Euch und Ihnen reden können. Das macht deutlich, dass wir ein gemeinsames Anliegen haben. Das gemeinsame Anliegen ist hier auf sehr vielen Plakaten zu lesen, in sehr vielen Herzen zuhause und das, was uns miteinander verbindet, ist die Liebe zum Frieden und der Widerstand zu Krieg und Gewalt, zu all den Dingen, die uns in diesen Tagen an allen möglichen Stellen in dieser Welt wieder begegnen und mit denen wir möglicherweise gar nicht mehr gerechnet haben...

Jochen Kwast betonte seinetiefe Abscheu vor allem, was diese Welt in ihrem Frieden bedroht. Deshalb seien viele Menschen auch an anderen Orten unterwegs,um gemeinsam daran zu arbeiten, dass diese Dinge uns nicht länger begleiten. Ich freue mich mit Euch auch weiter daran tätig zu sein...

Dann ging der Redner auf die Geschichte der Friedensbewegung und deren Aktivitäten für den Frieden ein:Wir hatten eine Zeit, in der Hunderttausende zu bestimmten Anlässen und zu diesem Thema zusammengekommen sind. Ich kann mich an die Zeit des NATO-Doppelbeschlusses erinnern - im Bonner Hofgarten eine sechsstellige Zahl von Teilnehmern dort und drum herum. Die Bewegung hat an Anzahl verloren, aber nicht an Geist und nicht an Impuls. Wir haben miteinander die Aufgabe dieses auch von der Zahl wieder zu verstärken.

Bei der Formulierung einer weiteren gemeinsamen Aufgabe verwies Jochen Kwast zunächst auf die unterschiedlichen Biografien der Teilnehmer am Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses. Er sagte: Ob geboren im Westen wie der hier Stehende oder geboren im Osten wie der Großteil von Ihnen und Euch, wir haben in 25 Jahren bewiesen, dass möglicherweise diejenigen, die nicht wenige Monate vor diesen 25 Jahren zurück, möglicherweise noch aufeinander hätten schießen dürfen, wollen, sollen, heute miteinander daran arbeiten, dass wir den inneren Frieden zu einem äußeren Frieden verwandeln.

Und zum Frieden gehört vieles, was auch auf dieser Welt in andere Länder importiert gehört, nämlich Bildung für alle, denn Bildung verhindert Misstrauen, Bildung verhindert Angst.

Was müssen wir noch exportieren? Unseren Wohlstand. Wir müssen in den Ländern, in denen es gärt, den Hunger, Krankheit und Haß beseitigen. In einer Welt, in der Muslime, unter welchen Vorzeichen auch immer, Christen masakrieren, in denen Christen Muslimen feindselig gegenüber stehen, in denen die Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf angeblich religiöser Basis ein Hindernis für´s Weiterleben darstellt, müssen wir mit unserem eigenen Beispiel dafür sorgen, dass wir auch etwas Gutes exportieren.

Wichtig ist und auch das ist schon gesagt worden, dass wir einander begegnen und kennenlernen, denn Kennenlernen verhindert Vorurteile, verhindert, dass wir einen anderen als Feind auf unserem Weg ins Leben begreifen. Und dieses gemeinsame Anliegen verbinden wir, trotz gewisser Probleme, die meine eigene Partei insbesondere mit dem Kosovo Anfang dieses Jahrtausends mit der Friedensbewegung und der Ostermarschbewegung gehabt hat, mit dem deutlichen Bekenntnis: Wir stehen mit Euch gemeinsam, alle miteinander für dieses eine Ziel, eine Welt zu schaffen, in der wir noch sehr sehr viele Jahre vielleicht darauf zurückblicken können, was wir erreicht haben mit dem gemeinsamen Willen zum Frieden, mit der gemeinsamen Abwehr kriegerischer Haltungen.

In einem persönlichen Rückblick erinnerte Jochen Kwast an die Zeit vor vielen Jahren als er sich im Science-Fiction-Bereich sehr gerne aufgehalten habe. Da gab es eine Serie in der es eine Selbstverständlichkeit war, dass es eine Weltregierung gab, dass es ein Miteinander der Völker auf diesem Planeten gegeben hat. Wenn diese Fiction irgendwann auch nur annähernd Realität werden sollte, dann werde ich dies mit Euch und den Tauben, die uns auch im Verlaufe dieses Tages irgendwann begleiten werden, gerne feiern. Heute wünsche ich Ihnen und uns einen wunderbaren Osterspaziergang, einen Friedensspaziergang und ein weiteres erfolgreiches Miteinander in den kommenden Jahren. Ich danke ganz herzlich für Ihre und Eure Aufmerksamkeit

Jochen Kwast während seiner Rede auf der Friedensveranstaltung in Sassnitz auf Rügen Rügener Osterhase beim Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses

In Anspielung auf die von Jochen Kwast (links mit Mikro) erwähnte Science-Fiction-Welt sagte der
Rügener Osterhase: Ich habe auch eine Fiction, stelle Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.

Im Unterschied zu Jochen Kwast und Thomas Würdisch sprach der nächste Redner nicht im Namen des Kreisverbandes seiner Partei. Vielmehr verdeutlichte Frieder Jelen, der einstige CDU-Umweltminster des Landes Mecklenburg-Vorpommern, dass das nicht so ganz "konform" in seiner Partei ist, was er denkt.

Transparent zum Einsatz deutscher Waffen

Dabei fiel sein Blick auf eines der Transparente, dass eine Teilnehmerin beim Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses trug, und Frieder Jelen sagte dazu:Ich finde es ja ganz toll, was hier steht: "Deutsche Waffen deutsches Geld morden mit in aller Welt"Beispielhaft nannte Frieder Jelen in diesem Zusammenhang Saudi Arabien. Nach dort habe Deutschland Waffen in Mengen geliefert. Man sehe ja jetzt,was damit gemacht wird. Für Leser, die diese Zeilen erst lange nach Ostern 2015 lesen, sei erwähnt, dass Saudi-Arabien und seine Verbündeten in dieser Zeit mit Luftangriffen in die Machtkämpfe im Jemen eingriffen, also Krieg führten. Zu seiner grundsätzlichen Haltung zu deutschen Waffenexporten sagte Frieder
Jelen:Ich bin vollkommen dagegen, dass wir unseren Wohlstand mehren mit dem indirekten Töten. Nachdenklich wiederholte der Redner, der nicht nur Umweltminister, sondern auch Pfarrer war, noch mal die WorteIch bin vollkommen dagegen und fügte dann hinzu: Das habe ich auch schon von der Kanzel gesagt.

Mit Blick auf diese Haltung und die seiner CDU sagte Frieder Jelen:Das heißt, ich stehe hier eher für die Evangelische Kirche oder die Volkssolidarität, deren Vorsitzender ich auf Rügen bin.

Frieder Jelen während seiner Rede im Stadthafen von Sassnitz auf Rügen

Den Hauptteil seiner Rede widmete Frieder Jelen indes nicht der Krieg-Frieden-Problematik, sondern den Plänen zum Bau von Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe von Rügen. Das Thema bewegte zu diesem Zeitpunkt viele auf Deutschlands größter Insel. Mitglieder der Bürgerinitiative Freie Ostsee Rügen, die gegen die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Ausbauplanung von Windkraftanlagen in unmittelbarer Küstennähe vor Rügen protestierten, nahmen am 6. April 2015 am Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses teil. Dieses hatte sich im Sinne einer Information über die Problematik zur Aufnahme des Themas in das Programm am Ostermontag entschlossen. Dem entsprach die Rede von Frieder Jelen, der u.a. vor einem überdimensionierten Ausbau der Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe von Rügen warnte. All dies geschah in einer Entscheidungssituation, zu der die Bürgerinitiative Freie Ostsee Rügen schon unmittelbar nach Ostern am 14. April 2015 mitteilte: Die BI Freie-Ostsee-Rügen begrüßt hocherfreut die veränderten Pläne zum Landesentwicklungsprogramm (LEP) mit einer deutlichen Reduzierung der Windeignungsflächen innerhalb der 20km-Zone.

Die Flächen sind nicht nur an sich deutlich reduziert worden, sondern rücken vor allem „an den Rand“, d.h. nahe der 20km-Marke. Dort handelt es sich zudem primär um Erweiterungen bereits genehmigter Windparke. Entsprechend sind die Auswirkungen deutlich reduziert.

Die BI Freie-Ostsee-Rügen begrüßt diese Reduzierung ausdrücklich, auch wenn der Argumentation der Schiffsrouten als Grund nicht geglaubt wird: „Die Schifffahrt ist nicht ausschlaggebend, deren Fahrwege wurden schon im 1. Entwurf berücksichtigt!“, so Wolfgang Kannengießer, einer der Sprecher der Bürgerinitiative, „Vielmehr sind nach unseren Informationen die Stromtrassen entscheidend gewesen: Weitere Trassen als die bisher genehmigten, sind nicht möglich.“

Dass die Landesregierung nach harter Positionierung nun davon spricht, schon immer von einer kleineren Endvariante ausgegangen zu sein, wird bei der BI als ´schlechter Stil´ aufgenommen. Wichtiger aber ist, erklärt Torsten Schäfer: „Die bis auf 6km vor Königsstuhl und Hiddensee geplanten Gebiete entfallen bzw. werden deutlich reduziert. Dass ist eine gute Nachricht für Rügens Landschaftsbild und unsere Natur mit ihrem Fisch- und Vogelzug. Tourismus und Fischerei leben davon und wären beeinträchtigt worden. Es standen hier mehr Arbeitsplätze auf dem Spiel, als die zusätzlichen Windparke der Insel zusätzlich gebracht hätten – zumal Rügen nicht einen Cent vom Strom gesehen hätte.“

Gerne würde die Bürgerinitiative „Freie Ostsee Rügen“ den Erfolg sich auf seine Fahnen schreiben, aber so weit ist die BI noch nicht. Nach der Gründung war man derzeit mit weiteren Vertretern wie TZR, Fischern und Anglern im Gespräch. Eine Webseite und ein Flyer waren in Vorbereitung: „Ein Flyer in jedem Hotelzimmer“ so Wolfgang Kannengießer, „hätte schon viel an Information und Gegenwind gebracht!“ Beim nächsten Treffen am Freitag wird man beraten, wie man mit der neuen Entwicklung umgeht...

Kehren wir hier indes zurück zu dem, was wenige Tage zuvor am Ostermontag 2015 nach der Rede von Frieder Jelen geschah. Die Teilnehmer an der Friedensveranstaltung begaben sich hinaus auf die Sassnitzer Mole. Das war ein Spaziergang mit vielen Gesprächen. Dann folgte auf der Mole die Rede des Rügener Künstlers Walter G. Goes. Wer hörte, wie er sie vortrug, der hatte das Glück, etwas ganz Besonderes zu erleben. Nachhaltig wirkte das fort, was Walter G. Goes so eindrucksvoll sagte:

Nur wenn es keiner hört / dann sagst du, was dich stört / und was man ändern muss.
Nur tief in deinem Kopf / sitzt der, der wütend grunzt. / Ich habe Angst um uns.

Denn irgendwann einmal / kann sein, dass man vergisst / was Recht und Unrecht ist
dass man vergessen hat / wie ein Mensch leben muss / und hat es doch gewusst.
Wenn du so ruhig sitzt / obwohl du sicher bist / dass was zu machen ist.
Und du die Schnauze hältst / obwohl du sicher bist / dass was zu sagen ist!

Ja, liebe Freunde, Friedensbewegte, unentwegt Erregte über den Kummer der Welt, diese Sätze schrieb Bettina Wegner 1977, ich weiß, in anderer Zeit und doch mit der zeitlosen Botschaft: zu sagen, was zu sagen ist, was uns wütend macht. Wir dürfen nicht vergessen, was Recht und Unrecht ist. WAS Krieg ist und wo er wohnt, sich lohnt. WIE dem Krieg der Boden bereitet wird: so hinterhältig wie schon immer...

Bettina Wegner war eine Mutige, wohl die beste Liedermacherin der DDR, deren Lieder vom Zerbrechlichen und den Zerbrechlichen, vom Gefährdeten und den Gefährdeten handelten, vom Frieden und den Friedfertigen, die sinnvoll Widerspruch übten in Worten, als Widerspruch im Osten sich noch Gefahren aussetzte und ertrotzt werden musste. Nun,- da wir aus dem Osten kommend im Westen leben, dürfen wir ungestraft und frei REDEN, wie uns der Schnabel gewachsen ist. Das ist gut so ... stört aber KEINEN. Schon gar nicht JENE, die unbequeme Worte als Alibi der Demokratie ausweisen und tolerieren, pervers und wider den Sinn der Worte wortbrüchig werden, anders handeln, als gestern noch verhandelt. Kann man sich auf Worte überhaupt noch verlassen???

Ich plädiere immer für das offene und ungeschönte Wort.

Wir können uns nur über Worte verständigen, womöglich einigen, auch wenn der Blutzoll der Waffen ins Unerträgliche gestiegen, unerträglich geworden ist und sich die hässliche Fratze der Entmenschlichung offenbart, so sehr, dass wir uns nach anderen Worten sehnen, sie endlich einlösen wollen für den Frieden.

Frieden durch friedliches Handeln, so, dass friedliche Worte glaubwürdig werden. Es gibt keine Alternative zum Frieden. Waffen sind keine Alternative! Das zeigt das immer wieder Auflodern von Kriegen, die sich als Brandmal in unsere Geschichte eingeschrieben haben, mit den unsäglichen zwei Weltkriegen, mit den Kriegen in Korea und Vietnam, dem Einsatz von Waffen in Jugoslawien, Afghanistan und Irak, mit den Waffengängen in Palästina, im Sinai, in Libyen und Syrien.

Der Makel unserer Zeit ist die Unfähigkeit dauerhaft Frieden zu stiften mit Worten und verbindlichen Verträgen.
Und doch können nur sie die Lösung sein! Wer unterschiedliche Auffassungen vom Leben kriegerisch lösen will ist ein Brandstifter, ein Kriegsanstifter und gehört entsprechend unmissverständlich genannt zu werden: mit Worten der Aufklärung und NICHT mit Worten der Vernebelung. Wir haben es nicht vermocht KRIEG aus der Agenda unserer Anwesenheit auf dieser Erde zu streichen.

Kriege bauen nicht auf. Kriege zerstören die besten Errungenschaften, die der Mensch schafft. Krieg ist mit Dummheit zu übersetzen, mit wucherndem Krebs, dem immer wieder aus Gier und Neid, aus Gründen des Profits
und der Anmaßung Nahrung zugeführt wird. Krieg war und ist erbärmlich!

Lasst uns gegen den Krieg das Wort erheben, hier in Sassnitz, so nah am völkerverbindenden Meer... und überall dort, wo Worte des Friedens die Lobby der Friedfertigen brauchen, damit Heute und Morgen Friede und Liebe in unser Denken & unser Herz einkehrt. Seid mutig! Erhebt Euer Wort!

Vergesst nicht – NIE – was zu machen ist, »wie ein Mensch leben muss« !

Friedlich – Im Frieden

Ich danke Euch!

Start der Tauben beim Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses Kann man das noch prägnannter, noch eindringlicher formulieren, was der Rügener Künstler Walter G. Goes am Ostermontag 2015 sagte?! Nachhaltig wirkt es in der Erinnerung. Verbreitung fanden seine Worte nicht nur in Sassnitz, auch in sozialen Netzwerken war dies der Fall. Weitere Menschen werden sie mit Hilfe dieser zeitgeschichtlich dokumentierenden Internetseite in dauerhafter Weise erreichen. Mögen diese Worte Andersdenkende zum Nachdenken anregen und Gleichgesinte in ihrem Wissen sowie Glauben bestärken und zu jener Freude werden lassen, mit der man die Verbundenhait mit anderen Menschen fühlt.

So war und ist Walter G. Goes Rede auf der Sassnitzer Mole die schriftliche und mündliche Form der Friedensbotschaft, die in symbolträchtiger Weise bald darauf auch weiße, in den Himmel aufsteigende Tauben zum Ausdruck brachten. Wie schon beim Osterspaziergang am Ostermontag 2014 sprach zuvor Kerstin Kassner zu den Teilnehmern an der Friedensveranstaltung auf Rügen. Die Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE gehörte schon in ihrer Zeit als Rügener Landrätin und Landtagsabgeordnete des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern zu den Teilnehmern am Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses. Für sie sei es eine Sache der Ehre dabei zu sein, betonte Kerstin Kassner. Sie freue sich über jeden einzelnen Friedensfreund, der mit ihr auf der Sassitzer Mole sei. Es ist wirklich gut, dass wir zusammen stehen, dass wir nicht weniger werden sondern mehr, sagte Kerstin Kassner und verdeutlichte dass dies zugleich auch eine Ermutigung für ihr eigenes Handeln ist: Manchmal hat mich der Mut schon ein wenig verlassen, wenn ich im Bundestag in der Opposition sehe, welche Beschlüsse dort mit übergroßer Mehrheit gefasst werden, zum Waffenexport, zu Kriegseinsätzen, all das wollen wir nicht, das wollen ganz viele Bürger in dieser Republik nicht, daran müssen wir heute erinnern. Kerstin Kassner forderte andersdenkende Politiker auf, an diese Friedenshaltung im Volk zu denken und auf sie zu hören. Dass sie es nicht tun, habe sie wieder beim Umgang mit der jüngsten Petition gegen die Waffenexporte gemerkt. Auf dieses Thema ging die Bundestagsabgeordnete in beispielhafter Weise ein. Bei Redaktionsschluss dieses Artikels konnte man zu der von Kerstin Kassner erwähnten Petition auf einer der offiziellen Internet-Seiten des Bundestages lesen:

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) lehnt ein vollständiges Verbot von Rüstungsgütern ab. Würden Rüstungsexporte ohne jede Ausnahme verboten, könne Deutschland nicht länger Mitglied der Nato und der Europäischen Union sein, sagte Gabriel während einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses unter Vorsitz von Kersten Steinke (Die Linke) am Montag, 23. März 2015. Damit stellte sich der Wirtschaftsminister gegen eine Petition von Christine Hoffmann, Generalsekretärin der Internationalen Katholischen Friedensbewegung „pax christi“ und zugleich Sprecherin der Kampagne „Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“. Die Petentin sprach sich in der Eingabe, die allein mehr als 50.000 Menschen handschriftlich unterschrieben haben, für eine „Klarstellung“ in Artikel 26 Absatz 2 des Grundgesetzes aus.(Quelle und Möglichkeit, das Video über die diesbezüglich Debatte im Bundestag zu sehen, hier: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2015/kw13_pa_petitionen/365044)

Kerstin Kassner verdeutlichte, warum sie Waffenexporte ablehnt und ging dabei u.a. auf die Kriegs- und Krisengebiete ein, in die deutsche Waffen gelangen. Bei der Bekundung ihrer Friedenshaltung sprach sie abschließend auch in einer ganz persönlichen Weise über die Verantwortung für nachfolgende Generationen, die mit dem Engagement für den Frieden verbunden ist: Bitte machen sie alle weiter mit! Wir haben noch so viel zu tun. Aber wir sind in guter Gesellschaft. Es folgten Worte des Dankes an alle, die sich für den Osterspaziergang engagieren, und der Hinweis, dass er auch für Ostermontag 2016 wieder geplant ist. Dann folgte das, was schon am Anfang dieser Dokumentation des Osterspazierganges 2015 zu sehen ist: Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner (DIE LINKE) ließ weiße Tauben als Symbol der Friedenshoffnung in den Himmel aufsteigen

Anmerkung: Sicher gibt es viele, die beim Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses im Jahr 2015 nicht dabei waren, aber beim Lesen des Artikels auf dieser Seite eigene Haltungen entdecken. Es wäre sinnvoll, wenn diese noch mehr in der Öffentlichkeit sichtbar werden, zum Beispiel beim Osterspaziergang am Ostermontag 2017 im Sassnitzer Hafen. Treff ist am 17. April 2017 um 10 Uhr am Molenfußgebäude im Stadthafen von Sassnitz.

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Anmerkung zum
Artikel nebenan (ur).

Als Moderator der
Friedensveranstaltung
am Ostermontag 2015 im Stadthafen von Sassnitz
auf Rügen würde ich auf
dieser Seite am liebsten
zu online-Ausgaben von
Tageszeitungen und
deren Artikeln über die Beteiligung der Rügener
Friedensbewegung an
den Ostermärschen 2015
verlinken. Doch nur ein
Artikel erschien, und der
auch nur auf einer der
Rügener Lokalseiten
der OZ (Ostsee-Zeitung).
Angesichts seines Inhaltes
mit der irreführenden
vierspaltigen Überschrift
"Marxisten, Rotfuchs und
Angst vor geschredderten
Tauben" macht eine
Linksetzung zu ihm keinen
Sinn. Im OZ-Artikel wurden
die Kreisvorsitzenden der
SPD (Thomas Würdisch)
sowie von Bündnis 90/Die
Grünen (Thomas Kwast),
die zu den Rednern
gehörten, nicht einmal
namentlich erwähnt. Erst
recht erfuhr der Leser
nichts vom Inhalt ihrer
Reden und deren
Friedensbotschaft. Bei
Kerstin Kassner stand
zwar, dass sie der Partei
DIE LINKE angehört und
Politikerin sei, aber nicht
dass die Rüganerin auch
Bundestagsabgeordnete
ist. Zu dem, was sie
sagte, konnte man in
dem Zeitungsartikel
nichts erfahren. Der
OZ-Artikel endete so:
Als Kerstin Kassner die
Friedenstauben befreite,
denen die Blicke der
Anwesenden bis zum
Horizont folgten, hoffte
einer der Oster-
Spaziergänger: "Wenn
die mal nicht von einem
Windrad geschreddert
werden."
Daraus wurde dann offensichtlich auch gleich noch ein Teil der
Überschrift des Artikels.
Mit großer Verärgerung
nahmen Teilnehmer an
der Friedensveranstaltung
diesen OZ-Artikel zur Kenntnis. Andere lächelten, als sie von ihm erfuhren und fühlten sich darin bestätigt, dass es richtig war, als sie die Zeitung abbestellten.
Es macht wenig Sinn,
sich über das zu
ärgern, was man in
Medien nicht ändern
kann. Selbst etwas tun
ist hilfreicher. Also
habe ich diesen Artikel geschrieben und
würde mich über eine
Mitwirkung an dessen
Verbreitung freuen.
Möge er im Internet
viele Verlinkungen
erleben oder einfach mit einem Link in einer
Mail oder in sozialen Netzwerken an
Freunde und Bekannte gesendet werdet.
Damit ist die Hoffnung
verbunden, dass noch
mehr Rüganer und
Gäste auf der Insel
Rügen am nächsten
Ostermontag zu 10 Uhr
zum Osterspaziergang in den Stadthafen von Sassnitz kommen, um
zu bekunden, dass sie für Dialog statt Gewalt und für Frieden statt Krieg sind. Natürlich
ist das Zeigen dieser
Friedenshaltung nicht erst Ostern 2016 eine
Notwendigkeit, aber
die traditionsreichen
Ostermärsche sind
ein ganz besonderer
Anlass, um dies zu tun.


westerwelle News zum Thema Frieden und Krieg

Friedensbewegung

westerwelle Geschichte und Gegenwart: Das Rügener Friedensbündnis. Es entstand im Jahr 2003:

Rügener Friedensbündnis

Stop Kill Children

Friedensbewegung
in Deutschland:
Ostermärsche

Termine, Forderungen
und Aufrufe zu den
Ostermärschen 2015

Friedensbewegung
Großbritannien
CND = Campaign for
Nuclear Disarmament

Friedensbewegung
in Deutschland

A-Z der Orte bzw.
Regionen in
Deutschland mit
Friedensinitiativen,
die mittels Link
erreichbar sind

Aachen
Euregioprojekt
Frieden e. V.

Augsburg
AFI = Augsburger
Friedensinitiative
(1980 entstanden)

Baden-Württemberg
Friedensnetz
Baden-Württemberg

Berlin
FRIKO =
Friedenskoordination
Berlin (seit 1980)

Bielefeld:
Bielefelder
Friedensinitiative

Bremen
Bremer Friedensforum
(gegründet 1983)

Essen
Essener Friedensforum

Hamburg
Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V.

Kiel,
Kieler Friedensforum
(Anfang 1990er Jahre
aus Friedensinitiativen in
Stadtteilen entstanden)

Krefeld
Krefelder
Friedensbündnis

Leipzig
Leipzig gegen Krieg;
Links zu Leipziger
Anti-Kriegs-Gruppen

Mainz
DFG-VK Mainz

München
Münchener
Friedensbündnis

Münster
pax christi in Münster

Rheinland
ostermarsch-rheinland

Rostock
Rostocker
Friedensbündnis

Rügen
Rügener
Friedensbündnis

Ruhrgebiet
ostermarsch-ruhr

Fotos von der
Friedensveranstaltung
im Sassnitzer Hafen
am Ostmontag 2015

Osterspaziergang in Sassnitz auf Rügen

Friedensveranstaltung im Sassnitzer Hafen

Osterspaziergang in Sassnitz

Osterspaziergang in Sassnitz auf Rügen

Osterspaziergang in Sassnitz

Osterspaziergang in Sassnitz

Osterspaziergang im Hafen von Sassnitz auf Rügen


Osterspaziergang der
Friedensbewegung
in Sassnitz: Walter
G. Goes während
seiner Rede auf der Sassnitzer Mole:

.Der Rügener Künstler Walter G. Goes während seiner Rede in Sassitz auf Rügen
Osterspaziergang
in Sassnitz auf Rügen:
Kerstin Kassner
während ihrer Rede:

Bundestagsabgeordnete Kerstin Kassner während ihrer Rede auf der Sassnitzer Mole

Osterspaziergang
auf Rügen: Weiße
Tauben als Symbol
der Friedenshoffnung

Friedenstauben als Abschluss des Osterspazierganges in Sassnitz auf Rügen

Friedensbewegung
auf der Insel Rügen

Rügener
Friedensbündnis

Friedensbewegung
News, Artikel, Termine

Geschichte der
Friedensbewegung
auf der Insel Rügen

Osterspaziergang 2011

Osterspaziergänge
im Jahr 2012 und 2013

Zusammenfassung:
Osterspaziergänge
auf Rügen:2012-2016

Osterspaziergang 2017
und Link zu aktuellen
Veranstaltungen der
Friedensbewegung

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Ersetzen Sie also bitte bei einer Mail das (ur) mit @. Zahlreiche Spams zwingen leider zu diesem Verfahren!

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