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/ Rügen erleben & MEHR WISSEN nicht nur über Rügen / © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)
Hyperlink: Osterspaziergang des Rügener Friedensbündnisses am 17. April 2017 ab 10 Uhr im Stadthafen Sassnitz auf Rügen

Kunst und Kunsthandwerk im Seebad Warnemünde:
Verkaufsausstellungen in der Galerie Möller

INGE JASTRAM, Grafik und EVA LAUFER / JO DOESE Schmuck
Besonders empfehlenswerte Ausstellung in Warnemünde bis zum 7. Januar 2017

Die Grafikerin Inge Jastram bei der Ausstellungseröffnung am 17.11.2016 in der Galerie Möller in Warnemünde an der Ostsee. Ausgestellt ist Grafik von Inge Jastram und Schmuck von Eva Laufer sowie Jo Doese Gitarrist Tommy Thomann bei der Ausstellungseröffnung am 17.11.2016 in der Galerie Möller in Warnemünde an der Ostsee. Ausgestellt ist Grafik von Inge Jastram und Schmuck von Eva Laufer sowie Jo Doese

Inge Jastram und Gitarrist Tommy Thomann, im Hintergrund ein Kunstwerk von Inge Jastram

Warnemünde (ur). Erneut wurde am 17. November 2016 eine Ausstellungseröffnung in der Galerie Möller in Warnemünde zu einem Kunsterlebnis der schönsten Art. Nicht nur die grafisch-zeichnerische Kunst der Inge Jastram und der eigenwillige Schmuck von Eva Laufer sowie Jo Doese zog die wieder zahlreich erschienenen Gäste in ihren Bann. Auch Gitarrist Tommy Thomann gelang dies vor dem Hintergrund der Werke von Inge Jastram.

Zu ihnen sagte der Kunsthistoriker Klaus Tiedemann u.a.: Inge Jastram ist eine emotionale Künstlerin: sie liebt, leidet, trauert und hofft mit ihren Modellen. Es ist eine Art Betroffenheit und Anteilnahme aus eigener Lebenserfahrung und aus Interesse an der Situation von Frauen gestern und heute. Die Figuren der Bildgeschichten scheinen in gewisser Weise zeitlos, wie Geschöpfe aus jüngerer Vergangenheit

Musiker Tommy Thomann und aktueller Gegenwart in einem. Man entdeckt Linien und Schraffuren, Detailbehandlung und Figurenzeichnung in bildhaften Typisierungen der weiblichen Akteure in ihrer fraglichen Eleganz, den manchmal manierierten Gesten, Gebärden und Körperhaltungen die an Otto Dix, George Grosz und den Verismus der 20er Jahre erinnern. Die fanden ihre Themen und Motive vornehmlich im großstädtischen Chaos einer überbordenden Zivilisation. Auch Inge Jastram, die feine Beobachterin menschlicher Verhältnisse, empfängt Anregungen und Inspirationen vor allem im städtischen Schmelztiegel der Individuen und Typen und deren Geschichten: „Berlin wär‘s gewesen!“ – es wurde Kneese! Allerdings mit wachem Blick über den mecklenburgischen Tellerrand hinaus.
Gitarrist Tommy Thomann: http://www.tommy-thomann.de/

Gleich mehrfach gibt es Kneese im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Das der Inge Jastram befindet sich in der Nähe von Bad Sülze, einem ebenfalls überregional wohl kaum bekannten Ort, aber als Orientierung geeignet.

Der Kunsthistoriker Klaus Tiedemann am 17. November 2016 in der Galerie Möller in Warnemünde während seiner Rede zum künstlerischen Schaffen von Inge Jastram

Klaus Tiedemann (Foto nebenan):

Kneese – seit nahezu vier Jahrzehnten ist das der Lebens- und Schaffensort der Jastrams hinter den sieben Bergen sozusagen, bei Hase, Kranich, Reh und Fuchs und inmitten von Kartoffel-, Raps- und Maisfeldern. Zwangläufig gerieten die mecklenburgisch-vorpommersche Landschaft und der heimische Garten mit den alten Obstbäumen darin der Grafikerin als Motive „vor die Flinte“ (O-Ton Inge Jastram). Es sind vornehmlich winterliche Motive kahler Bäume in weiter Schneelandschaft mit einer leichten romantischen Attitüde, wie sie uns in manchen Winterbildern Caspar David Friedrichs begegnen. Vielleicht ist das ein notwendiger Ruhepol zur wachen, erregten Weltsicht der Künstlerin.

Vieles davon ist noch bis zum 7. Januar 2017 in der Galerie Möller zu sehen.


Was man nicht mehr erleben kann, ist die am 17. November vorgetragene kunstgeschichtliche Betrachtungsweise des Werkes von Inge Jastram aus der Sicht von Klaus Tiedemann. Er zeigte mit Insider- und Fachkenntnis die Tradition auf, aus der heraus ihre Zeichen- und Radierkunst entstand, aber auch welch tiefgreifende Zäsur die endachtziger und frühen neunziger Jahre in ihrem Schaffen bewirkten. Die Zuhörer erfuhren, wie problematisch ihr künstlerischer und auch ihr eng damit verbundener persönlicher Selbstfindungsprozess verliefen. Was sie selbst dazu einmal sagte, kann man hier nachlesen: inge-jastram.de/Texte/articles/Inge_Jastram.html.

Entstanden ist eine grafisch-zeichnerische Meisterschaft, die mitsamt ihrer Kreativität bewundernswert ist.

Es gehört zur Tradition in der Galerie Möller, dass sich zur Bilderwelt an den Wänden Schmuck in den Vitrinen gesellt. Eva Laufer und Jo Doese gehören dabei zu jenen Künstlern, die sich einer besonderen Wertschätzung durch Ulrike Möller erfreuen können. Bei ihrer letzten Galeriepräsenz "paarte" die Warnemünder Galeristin Malerei und Grafik von Otto Beckmann mit dem Schmuck der Beiden. Dieses Mal sind es Bilder von Inge Jastram.

Von links: Eva Laufer, Ulrike Möller und Jo Doese bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie Möller in Warnemünde am 17. November 2016

Galeristin Ulrike Möller (Mitte) im Gespräch mit Eva Laufer und Jo Doese

Eigenwillig und abwechslungsreich ist der von Eva Laufer und Jo Doese kreierte Schmuck. Mit dessen Präsentation im Internet sind sie zurückhaltend. So findet man auch in Eva Laufers Internetpräsentation "nur" Bilder und Skulpturen. Wer also ihren ungewöhnlichen Schmuck und den von Jo Doese kennenlernen will, der muss sich in die Galerie Möller nach Warnemünde begeben. Bei der Präsentation der zwei Künstler sagte Ulriche Möller u.a.:

EVA LAUFER und JO DOESE betreiben seit 1991gemeinsam eine Silberschmiede in Berlin. In der Galerie sind sie seit Mitte der 90iger Jahre vertreten. Diese Ausstellung zeigt das Beste, was ich je von ihnen gesehen habe.

Beide haben ursprünglich an Berliner Kunsthochschulen andere Fachrichtungen studiert. Bei Eva Laufer war es Modedesign, damals „Erzeugnisgestaltung für Schuh- und Lederwaren“ genannt. Sie beschrieb es einmal als so „gräßlich“, und so „praxisnah“, dass man die arrogante Haltung gegenüber der Gestaltung gleich als richtige Theorie lehrte. Ziel war die Auslastung der Maschinen und die Gestalter sollten die Massenproduktion nur irgendwie verschönern. Jedoch Eva Laufer hatte Glück und bekam eine Stelle am Modeinstitut der DDR. Durchaus priviligiert konnte sie dadurch experimentieren, sich selbst ausprobieren. Da am Ende trotzdem kaum etwas von ihren Entwürfen realisiert wurde, ging sie 1986 in die Freiberuflichkeit, um endlich ihre Kreativität vergegenständlicht zu erleben, was nur durch eigene Realisierung ihrer Entwürfe möglich war. So kam sie u.a. zum Schmuck. Immer flankiert durch Malerei, Plastik und Objektkunst. In ihrem Bedürfnis unabhängig von der Idee bis zur Realisierung die Entstehung einer Arbeit selbst „in der Hand“ zu haben traf sie auf Jo Doese.

Jo Doese hat von 1970 – 76 Formgestaltung an der Kunsthochschule Berlin studiert und war seitdem, also schon 10 Jahre vor ihr, freiberuflich. Baugebundene Arbeiten, Spielobjekten, Plastiken und Materialcollagen waren seine Tätigkeitsfelder. Die großen Mosaiken im U-Bahnhof Märkisches Museum zur Stadtentwicklung entstanden 1986/87 und die Landschaftsplastik aus Beton, Klinker und Granit in einem Berliner Park seien als Beispiele genannt.

Beide sind nach wie vor vielseitig künstlerisch tätig, haben aber die gemeinsame Mitte im Schmuckmachen gefunden. Je länger sie Schmuck machen, umso konsequenter folgen sie ihren eigenen Intuitionen, zunehmend weniger kompromissbereit.

Schmuck gehört zu den ältesten gefundenen Gegenständen auf allen Kontinenten. In ihm vereinigen sich viele Künste und das Besondere an ihm ist, dass er sowohl eine ästhetische als auch eine utilitäre Funktion hat. Deshalb vertreten sie die Ansicht, dass der Abstand zwischen den verschiedenen künstlerischen Genres gar nicht so groß ist.

Für beide Designer ist sowohl die Tragbarkeit ihres Schmuckes wichtig, aber auch der Reiz im Experiment neue Formen, Techniken und Materialien zu erproben. In dieser Ausstellung finden sich 10 Werkgruppen, wie die Eisen/ Silber Gruppe, geometrische, Steine, oder durch die verwendete Technik benannte, wie Japanische Gußtechnik, Silber geflammt, Kupfer gewickelt oder weißgesiedet Kupfer-Silber. Zu erkennen, welches Stück von wem ist, habe ich aufgegeben. Laufer/ Doese ist ein Team, sich gegenseitig reibend und anregend.

Über den Sommer leben und arbeiten sie in einem alten Bauerngehöft in Stuer, Mecklenburg, dessen Geschichte von der Jungzeit bis zur Gegenwart zu erforschen, hat sich Jo Doese auf die Fahne geschrieben.

Alle ihre Schmuckstücke sind Unikate, zeitlos schön.

Weitere Infos: Galerie Möller Am Strom 68 in Warnemünde Telefon: (0381) 52436
Öffnungszeiten hier: http://www.galerie-moeller.de/kontakt-öffnungszeiten/

Ausstellungen in der Galerie Möller im Jahr 2017

19. 01. - 28.02.2017 ANNEGRET FAHR Zeichnungen
02.03. - 11.04.2017 MORITZ GÖTZE Malerei/ Grafik
  SIMONE MÖNCH Schmuck
13.04. - 30.05.2017 HELGA BORISCH Collagen/ Aquarelle
01.06. - 11.07.2017 FRANK BORISCH Malerei/ Grafik
  NORA FIEGE " EOS Light Jewellery"
13.07. - 22.08.2017 OFFERTE - Künstler der Galerie "Die dagelassenen"
  HEIKE ROESNER "Geschichten aus Papier"
24.08. - 03.10.2017 "Zwei"  
  WOLF-DIETER PFENNIG Bilder
  HILDE JANICH Pergamentschmuck
05.10. - 14.11.2017 Vielseitige Künstler  
  RAINER HENZE Metallskulpturen/ Grafik
16.11.2017 - 02.01.2018 WALTER HERZOG Grafik
  MONIKA OLY Schmuck


23.03.2017 Kunst trifft Mode und 14.09.2017 Kunst trifft Mode

Geschichte: Ausstellungen in der Galerie Möller in Warnemünde

KLAUS-DIETER STEINBERG Digitale und Papiercollagen
ANNEMARIE MATZAKOW ZeichenSpracheSchmuck

Collagen von Klaus-Dieter Steinberg

Einen Artikel mit
Fotos von der Ausstellung im Dezember 2015
findet man mit
diesem Link:

Artikel und Fotos
KLAUS-DIETER STEINBERG
und ANNEMARIE MATZAKOW

Mit Hilfe dieses Links erfährt man u.a.
auch mehr zu den Digitalcollagen von
Klaus-Dieter Steinberg auf dem Foto links.

„Humor trifft Holz“ und "Takellage"

Axel Frohn mit seiner Frau und seinem Bild Katzenausflug

Bei der Eröffnung der Ausstellungen "Humor trifft Holz " und "Takellage" sagte Ulrike Möller:

Über den Titel „Humor trifft Holz“ ließe sich trefflich philosophieren, aber die Sommerausstellung soll eher ein Schmunzeln auf die Gesichter der Besucher zaubern. Dafür sind AXEL FROHN und HOLGER KOCH gleichsam Garanten. Beide sind seit vielen Jahren sehr erfolgreich in der Galerie vertreten.

Der Humor der zwei Maler trifft in der Ausstellung auf Werke des Holzgestalters Christian Miene.


Auf dem Foto lächelt uns Axel Frohn mit seiner Frau an. Gleich daneben ist sein Bild "Katzenausflug" zu sehen.

Doch nicht nur die Begegnung von Humor und Holz konnte man in der Galerie Möller in Warnemünde erleben, sondern auch "Takellage". Dahinter verbergen sich die vier Schmuckgestalterinnen: Franziska Kraft, Beatrix Schmah, Isabell Kellner und Ute Wolff-Brinkmann. VArtikel über diese Ausstellung hier: "Humor trifft Holz " und "Takellage"

Malkurse auf den Inseln Rügen und Bornholm

Wer nicht nur gerne auf Bilder schaut, sondern auch selbst malen möchte, kann an Malkursen
mit der Rügener Malerin Hanne Petrick auf den Inseln Rügen und Bornholm teilnehmen. Ihre
Ateliergalerie Blaues Haus in Altenkirchen auf der Insel Rügen ist auf dem Foto zu sehen.
Malkurse auf der Insel Rügen: http://www.hanne-petrick.de/malkurse.php
und Malkurs auf der dänischen Insel Bornholm: http://www.ruegen-akademie.de/Malkurs_auf_Bornholm_mit_Hanne_Petrick.php

Die Galerie Möller im Seebad Warnemünde

Schiffe auf dem Alten Strom von Warnemünde

Schiffe auf dem Alten Strom
von Warnemünde. Wenn man
zwischen Ihnen auf der linken
Seite hindurchblickt, entdeckt man die Galerie Möller:

Blick auf die Galerie Möller in Warnemünde

Öffnungszeiten der Galerie Möller und weitere Infos:
Telefon: (0381) 52436 oder
www.galerie-moeller.de...htm


Erinnerungen an
vergangene Zeiten


Ausstellungen
in der Galerie Möller
in Warnemünde, die
heute Geschichte sind
.

Einfach auf die Bilder
Klicken und der Link
führt zum Artikel:

Der Maler Olav Thune und die Galeristin Ulriker Möller bei einer Ausstellungseröffnung in der Galerie Möller in Warnemünde

Galeristin Ulrike Möller
und der norwegische
Maler Olav Thune

Malerin Sabine Naumann bei der Eröffnung einer Ausstellung in der Galerie Möller in Warnemünde

Malerin Sabine Naumann

Die Schmuckdesignerin Katrijn Engelen (links) mit der Galeristin Ulrike Möller bei der Eröffnung einer Ausstellung im Ostseebad Warnemünde

Schmuckdesignerin
K
atrijn Engelen (links)

Galeristin Ulrike Möller und im Hintergrund Malerei von Feliks Bütner

Ausstellung mit Malerei
von Feliks Bütner.

Feliks Bütner und Helga Vilan während der Eröffnung ihrer Ausstellung in der Galerie Möller in Warnemünde

Feliks Bütner
und Helga Vilan

Der vielseitige Künstler Werner Reister bei der Eröffnung seiner Ausstellung in der Galerie Möller

Der vielseitige Künstler Werner Reister

Christian Heinze während der Eröffnung seiner Ausstellung in der Galerie Möller in Warnemünde

Christian Heinze bei der Ausstellungseröffnung
im Seebad Warnemünde

Corna Völker, Ulrike Möller und Christian Lang während einer Ausstellungseröffnung in der Galerie Möller in Warnemünde

Cornelia Völker, Ulrike Möller und Christian Lang

Ausstellung in der Galerie Möller, Innenansicht des Galerieraumes während einer Ausstellung

Ausstellung, Malerei Friedrich W. Fretwurst

Helmtruf Nyström.
Malerei und Grafik

Preussen – Parzen – Percival / Die künstlerische Welt des MATTHIAS ZAGON HOHL-STEIN und Keramik von ANTJE HALTER.

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