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/ © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)
Rügen: Artikel mit Fotos von der Ausstellung "SzenenWechsel im alten Hotel"
Kap Arkona (ur). Noch bis zum 31. Oktober 2011 kann man ganz im Norden von Rügen in der Nähe der Leuchttürme von Kap Arkona die Ausstellung SzenenWechsel im alten Hotel" sehen. Die folgenden Fotos entstanden am 4. Juni 2011 als die Ausstellung eröffnet wurde.
 
Den Einführungsvortrag in die Ausstellung "SzenenWechsel im alten Hotel" der Kunstwissenschaftler
Klaus Tiedemann (links). Mit einer Blume in den Händen sind einige der 25 ausstellenden Künstler zu sehen.
Es gibt nicht nur viel zu sehen beim Weg durch die Ausstellungsräume. So lädt Frank Otto Sperlich mit einer Sprache zum Verweilen ein, die man einfach einmal erlebt haben sollte. In einem anderen Raum kann kann man sogar mit dem Blick aus einem Fenster des alten Hotels schaukeln. Lene Degett von der Insel Bornholm kam auf diese Idee. Vom Keller bis hinauf unter das Dach kommt beim Weg durch die Räume keine Langeweile durch das Gefühl von Wiederholung auf. Es stellt sich einfach angesichts der Vielfalt des Gezeigten nicht ein.
Links ist die Künstlerin Inga Carriére zu sehen. Ihre Rauminstallationen befinden sich im Eingangsbereich des alten Hotels sowie unter dessen Dach. Dort entstanden die beiden Fotos. Vor dem Weg hinauf in diese dritte Ausstellunsebene sollte man sich nicht scheuen, denn hier war viel Interesse der Besucher an den Installationen zu erleben und anerkennende Worte waren gleichfalls zu hören.
In 16 Räumen wird erlebbar, dass das Konzept der Ausstellung
erfolgreich umgesetzt wurde. Zu ihm teilten die Veranstalter des Szenenwechsels u.a. mit:
Die Künstler besetzen die Leere, die Verlassenheit, die Zone des Wartens mit vitaler, inhalts-füllender und formschaffender Subjektivität, ihren Ideen, ihren Botschaften. Für fünf Monate wandelt sich das leerstehende Gebäude/Hotel in einen öffentlich begehbaren Lebensraum, in dem Spuren des Daseins, ins Licht gesetzte Themen der Zeit und raumbezogene Neusetzungen auf die Besucher treffen. Das Gegensätzliche des Implantierten und das Sichtbarmachen/-werden des Vorhandenen ergeben die Summe der künstlerischen Reflexion des Konzeptes.
Diese Ausstellung ist also mehr als eine traditionell inszenierte Kunstausstellung. Die Künstler werden nicht nur ihre Werke präsentieren, sondern diese durch Rauminstallationen, Rauminszenierungen mit ihrem individuellen Gespür in die Situation bzw. die baulichen Strukturen des alten Hotels einbeziehen. Nicht nur das „verlebte“ Gebäude neu erlebbar machen - sondern auch die Auswahl der Materialien, die möglicherweise dem Überfluß unserer Zeit entnommen sind, werden ein Zeichen setzen – eine Botschaft sein.
Das Angekündigte kann man auch erleben. An diesem Projekt nehmen nicht nur Künstler aus Vorpommern und Mecklenburg teil, sondern Künstler der Inseln der Gemeinschaft „B7“. Zur B7-Organisation gehören die sieben großen Ostseeinseln Aland (Finnland) , Bornholm (Dänemark), Hiiumaa, Saareema (Estland), Öland, Gotland (Schweden) und Rügen. Vor der Ausstellungseröffnung arbeiteten die B7-Künstler in einem Workshop an den Projekt. Das diente nicht nur der Erschaffung der Rauminstallationen, sondern auch dem Kennenlernen und dem Gedankenaustausch. Geleitet wurde das Workshop-Projekt mit der dazu gehörigen Ausstellung von Ellen Kock. An ihrer Seite befand sich ein Projekt-Gremium, das aus Vertretern der Gemeinde Putgarten, dem Förderverein Kap Arkona, der Tourismus GmbH sowie Kulturschaffenden und Künstlern der Insel Rügen bestand.
Zur gelungenen Ausstellungseröffnung gehörten auch die Klänge von Bernard Bonet's Akkordeon, Peter Reichelt's Kontrabass und Benjamin David's Violine. Diese Musikgruppe aus Schweikvitz auf Rügen nennt sich "Rote Grütze".
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| Sie schauen ernst, aber ihre Musik verbreitet Frohsinn, von links: Benjamin David, Bernard Bonet und Peter Reichelt |
Kerstin Kassner, Landrätin des Landkreises Rügen und Ernst Heinemann, Bürgermeister der Gemeinde Putgarten, zu der auch das Kap Arkona gehört. |
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| Freude über die gelungene Ausstellung: Ellen Kock, Projektleiterin von "SzenenWechsel im alten Hotel". |
Teilansicht des von Reine Väli (Insel Saaremaa) gestalteten Ausstellungsraumes im alten Hotel. |
Der Tag der Ausstellungseröffnung mündete in ein Kunsterlebnis der ganz besonderen Art:
Im Hintergrund sind auf dem Foto die beiden Leuchttürme am Kap Arkona zu sehen, dann folgen das
Leuchtturmwärterhaus und das alte Hotel, in dem die Ausstellung "SzenenWechsel..." zu sehen ist.
Davor erscheint eine handaufgebaute Keramikskulptur von Michael Lintzen, um die sich während
der Ausstellungseröffnung noch ein Papierofen befand, den Sie auf dem Foto unten erblicken.
Vier Tage bauten Michael Lintzen, Antje Grotelueschen und Gudrun Zander an dem Papierofen und "versteckten" in ihm die Keramik, die zur großen Überraschung werden sollte. Auf einem Unterbau aus Pappe wurde Lage für Lage Zeitungspapier und Tonschlicker aufgebracht. Die äußere Hülle bestand aus Titelseiten von Zeitungen. Nichts ist bekanntlich so alt wie die Tageszeitung von gestern und dann folgt in der Regel die Zeit, in der sie in der blauen Tonne landet. Am Kap hatte sie Glück und wurde zum Bestandteil eines Kunstwerkes. Zusammen mit dem Tonschlicker ergibt die Verwendung von |
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| Zeitungspapier das ideale Tempo beim Verbrennen, um den gewünschten Effekt auf der Keramik zu erhalten. Mit dem Abbrennen wurde am 4. Juni gegen 21 Uhr begonnen, als das Tageslicht verschwand. Langsam fraß sich das Feuer vom Boden bis zur Spitze des Papierofens. Es war ein mysthischer Anblick als das Feuer genauso wie geplant zuerst die Krone und das Gesicht freilegte und ein lächelnder König die staunenden Zuschauer anblickte. Dann legte das Feuer langsam von oben nach unten die gesammte geschwärzte Keramikfigur frei. Die Krone und das Gewand bildeten eine Ausnahme, da sie vorher so bearbeitet wurden, dass sie farbig in Erscheinung treten konnten. Neben ihr sind auf dem Foto die beiden Künstler Antje Grotelueschen und Michael Lintzen zu sehen. Wer sich die Ausstellung "SzenenWechsel im alten Hotel" anschauen will, wird aber nicht mehr den König entdecken, denn er ist für eine Freilichtausstellung nicht geeignet. Wer indes mehr zu dieser Art des Keramikbrandes erfahren möchte, der findet gleich gegenüber vom alten Hotel ein Ausstellungsgebäude, in dem sich auch die "Toninsel" von Antje Grotelueschen befindet. Sie ist gerne zur Beantwortung von Fragen bereit, Telefon (0174) 1902330. Große Skulpturen von Michael Lintzen sind vom 10. Juli bis 31. Oktober 2011 in der Galerie des Künstlerhauses am Kap Arkona zu sehen. Infos hier: Ausstellung |
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Wer mehr über das Projekt "SzenenWechsel im alten Hotel" erfahren will, kann das
Projektgremium mit Hilfe von folgenden Mailadressen und Telefonnummern erreichen:
Projektleitung: Ellen Kock, mehrsehen@t-online.de, Tel. 038302.88915, mobil 0177.3807444
Tourismus GmbH Kap Arkona, kap-arkona@t-online.de, Tel. 038391.4000
Förderverein Kap Arkona, info@foerderverein-kap-arkona.de, Tel.038391.434660
HIER: Link zur Startseite der Informationen über den Förderverein Kap Arkona e.V.
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