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Antje Grotelueschen, die Kuratorin der Ausstellungen in der Galerie des Künstlerhauses am Kap Arkona, sprach zur Ausstellungseröffnung über die Entwicklung der Malerei seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und dabei insbesondere über Expressionismus, Kubismus und „die ganz der Gegenstandswiedergabe abschwörende Kunst“ sowie deren Vorgeschichte. Sie zitierte dann Gustave Courbet, der seine Art zu malen so beschrieb: „Meine Leinwand ist schwarz und dunkel, denn die Natur ohne Sonne ist ja auch dunkel. Ich mache es dann wie das Licht. Ich erhelle alles, was hervortritt – und das Bild ist fertig!“ Dem fügte Antje Grotelueschen hinzu: „Da hatte er die Grundlagen charakterisiert. Ausgangspunkt und Ort der malerischen Schöpfung ist die Fläche – ganz konkret die grundierte Leinwand. Sie ist der Platz aus dem heraus der Künstler gestaltet. Wenn wir uns den Bildern von Magdalena Starck-Burckhardt zuwenden, dann sehen wir, dass auch sie in dieser Tradition steht.“ Darauf wandte sich die Kuratorin der ausstellenden Künstlerin zu und ein Gespräch über ihr Leben sowie ihre Kunst begann. Geboren wurde sie fernab von Rügen im Jahr 1946 in Holzminden an der Weser und wuchs in Hamburg-Bergedorf auf. Ihr Weg führte sie zunächst nicht in eine künstlerische Laufbahn, obwohl es bei ihr schon im Alter von 8/9 Jahren eine „Initialzündung“ für das künstlerische Interesse gab. Dass die Ausbildung im kaufmännischen Bereich und ihr Aufenthalt in London mit häufigen Galleriebesuchen verbunden waren, gehört angesichts dessen wohl zur Zwangsläufigkeit der eingetretenen Entwicklung. Sie fühlte sich nicht nur von der Malerei angezogen, sondern begann auch selbst zu malen. Erste Aquarelle entstanden und bereits 1985 vollzog sich der Übergang der inzwischen in Hamdorf lebenden Ehefrau und Mutter von zwei Söhnen zur gegenstandslosen Malerei. Mit dieser abastrakten Malerei wurde sie über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannt und jetzt kann man sich mit ihrer Malerei auch am Kap vertraut machen. Es ist eine Malerei, in der das Gegenständliche oft so sehr durch Farben aufgelöst wird, dass es nicht verwunderlich ist, wenn zwei oder mehrere Betrachter sehr unterschiedliche Assoziationen angesichts ihrer Bilder haben. Manches wurde dabei wohl für die Besucher der Ausstellungseröffnung durch das sehr informativ und einfühlsam geführte Gespräch von Kuratorin Antje Grotelueschen mit Magdalena Starck-Burckhart verständlicher, als es beim bloßen Betrachten der Bilder der Fall sein kann. Im Künstlergespräch wurden so sensible Themen wie Belastungen durch Arbeit und Familie sowie schlimme Krankheitserfahren angesprochen. Sichtbar wurden Lebenszeiten, in denen die Künstlerin nicht nur wie besessen gearbeitet hat, sondern die Malerei als Herausforderung und Leidenschaft des Wollens auch eine Therapie war. Darüber hinaus hat sich Magdalena Starck-Burckhart von vielen Themen spontan angezogen gefühlt und sie sich vor allem immer wieder mit einer expressiven Malweise schöpferisch angeeignet.
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