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/ Rügen erleben & MEHR WISSEN nicht nur über Rügen / © Fotos und Texte: Dr. Wolfgang Urban (ur)

Förderverein Kap Arkona e.V.: Wissensvermittlung auf dem Gebiet der Geschichte

Erinnerungen an den 9. November 2009 in Deutschland und die Ausstellung
"Grenzwerte... Geschichtsfragmente zur Staatsgrenze der DDR 1961 - 1989 - heute"

Deutschland, Berlin, Kap Arkona (ur). Ein Spaziergang von Bundeskanzlerin Angela Merkel führte am 9. November 2009 zum ehemaligen Grenzübergang an der Bornholmer Straße in Berlin führen. Abends fand dann die große Feier am Brandenburger Tor zum "Fall der Mauer" vor 20 Jahren statt. Der gemeinte "Mauerfall" Jahren war eigentlich zunächst vor allem eine Öffnung der Grenze zwischen der DDR und Westberlin sowie ein "auf die Grenzmauer Klettern" von vielen Menschen. Erst später fiel die Mauer, indem sie letztendlich bis auf Reste abgerissen wurde. Diesem Ereignis war im Jahr 2009 auch eine Ausstellung des Fördervereins Kap Arkona e.V. im Arkona-Bunker gewidmet. In dieser Ausstellung in der Nähe der Leuchttürme entstanden die folgenden Bilder:

Günter Schabowski, Ausstellung im Bunker am Kap Arkona Schild Sperrgebiet wurde zum Schneeschieber Erich Honecker

Von links: Günter Schabowski sowie ein Grenzschild, das zum Schneeschieber wurde, und Erich Honecker.
Die Fotos entstanden in der Ausstellung "Grenzwerte... Geschichtsfragmente zur Staatsgrenze der DDR
1961 - 1989 - heute". Installationen Bilderbögen, Montagen, Videos und Zeitdokumente wurden in der
Ausstellung gezeigt. Diese luden u.a. zur Entdeckung von interessanten Details ein. Wer sich lesend
und mit genauem Betrachten auf die Ausstellung einließ, der entdeckte, wie nachdenkenswert sie war.
Die Ausstellung führte auch zu heftig kontroversen Diskussionen auf den Spuren der Geschichte geführt.

Unmittelbarer Ausgangspunkt des Massenandrangs an der Grenze zwischen der DDR und Westberlin am
9. November 1989 war der holprige Antwortsatz des in diesem Augenblick offensichtlich überforderten politischen Spitzenfunktionärs der DDR Günter Schabowski, den sie auf dem Foto oben links sehen. Er sagte auf die Frage eines Journalisten nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen DDR-Reisebstimmungen. „Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich.“ Damit verkündete Schabowski, was er eigentlich noch nicht sagen sollte, was er aber wiederum auch nicht wusste. Die gerade ohne ihn beschlossenen neuen DDR-Reiseregelungen sollten nicht sofort bekannt gegeben werden, um u.a. an den Grenzübergängen die Vorbereitungen zu treffen. Die über die Medien sofort verbreitete Nachricht über die Reisefreiheit setzte die Massen in der noch DDR-Hauptstadt Berlin in Richtung Grenze in Bewegung. Zum Glück folgte eine friedliche Öffnung der Grenze. Der friedliche Verlauf der Wendezeit gehört zu den Glückssituationen deutscher Geschichte. Von der Möglichkeit des entspannten Umgangs mit ihr kündete jüngst auch ein Forum in der Nebelsignalstation am Kap Arkona. Zeitzeugen von beiden Seiten der Front des Kalten Krieges, aus dem zum Glück kein heißer Krieg wurde, trafen sich hier. Mehr Infos dazu weiter unten auf dieser Seite in der News vom 17. Oktober 2009, die heute schon Geschichte ist und ein wichtiges Zeitzeugnis für den Umgang zweier Menschen mit der problematischen deutschen Geschichte.

Weiterer Artikel zum Thema deutsch-deutsche Geschichte:
Forum, am Kap Arkona „Wendemanöver Deutsche Geschichte.
20 Jahre nach Mauerfall und Grenzöffnung, Ereignisse und Gedanken“

Admiral a.D. Theodor Hoffmann und Dr. Günter Stavorinus Günter Stavorinus stehend Theodor Hoffmann stehend

Von links beim besonderen Händedruck: Admiral a.D. Theodor Hoffmann und Dr. Günter Stavorinus

Das Foto oben links zeigt zwei Rentner, die sich aM 17. Oktober 2009 wie gute alte Bekannte zum Abschied lachend die Hand gaben. Einer drehte sich dabei plötzlich in Richtung Kamera. Das Lachen zeigte, dass es ihn nicht störte, dass diese Szene von einem Journalisten fotografiert wurde. Angesichts des Umgangs mit deutscher Geschichte scheute sich indes damals noch so manch einer vor diesem Händedruck und das vor allem, wenn Medienpräsenz vorhanden ist. Daher ist der freundliche und offensichtlich auch vom Herzen so gemeinte Händedruck zwischen einem einstigen DDR-Admiral und einem ehemaligem Mitarbeiter des US-Marinenachrichtendienstes so bemerkenswert. Er kam zustande nachdem Admiral a.D. Theodor Hoffmann und Dr. Günter Stavorinus vor weit über siebzig Teilnehmern am Forum „Wendemanöver Deutesche Geschichte – 20 Jahre nach Mauerfall und Grenzöffnung, Ereignisse und Gedanken“ über ihre Erlebnisse auf der jeweils anderen Seite des Kalten Krieges gesprochen hatten und sich den Fragen der Zuhörer stellten. Zu diesen sprachen auch der Militärhistoriker Fregattenkapitän a.D. Dr. Ingo Pfeiffer sowie Ernst Heinemann, Vorsitzender des Fördervereins Kap Arkona e.V. und Bürgermeister der Gemeinde Putgarten. Die Gemeinde und der Förderverein hatten zusammen mit der Marinekameradschaft Bug 1992 e.V. zum Forum in die Nebelsignalstation am Kap Arkona eingeladen. Artikel hier:

„Wendemanöver Deutsche Geschichte. 20 Jahre nach Mauerfall und Grenzöffnung, Ereignisse und Gedanken“


HIER: Link zur Startseite der Informationen über den Förderverein Kap Arkona e.V.

 

 

 

 

 

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